Presse: Brasilien spielt im Abseits

„Famiglia Cristiana“ äußert Kritik an der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien:

Was die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien betrifft, so verurteilen wir die Politik „panem et circenses“, die das Volk vom großen Problem der Armut ablenken soll. Dieses Spiel ist zum Scheitern verurteilt. Fußball ist eine gute Sache – aber nicht, wenn seine astronomischen Kosten auf die Armen abgewälzt werden, durch heftige Einschnitte in das Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen. Auch wenn Brasilien die Weltmeisterschaft gewinnen sollte, befindet es sich schon „im Abseits“.

Vatikanbank muss transparenter werden

Die US-Tageszeitung „The New York Times“ schreibt zu den Reformmaßnahmen des Papstes in Bezug auf die Vatikanbank:

An einem bestimmten Punkt schien Franziskus die Vatikanbank schließen zu wollen. In den 70er Jahren brauchte der Vatikan sie, um antikommunistische Missionen in Mittelamerika zu finanzieren. In den 80ern ließ Papst Johannes Paul II. über sie der Bewegung „Solidarnosc“ Gelder zukommen. Franziskus scheint jetzt überzeugt zu sein, dass die Bank noch gebraucht wird, weil viele Bischöfe, Priester und Orden in Ländern ohne sichere Banksysteme arbeiten, besteht jedoch darauf, sie transparent und rechenschaftspflichtig zu machen. Er zieht in Betracht, eine Vatikanische Zentralbank einzurichten, um Geldtransfers ins Ausland besser zu kontrollieren. Das würde die Möglichkeit der Geldwäsche unterbinden. Weitere Maßnahmen sind notwendig, um den Missbrauch von Konten zur Steuerhinterziehung in Italien zu bekämpfen.

Flüchtlingsstrom erstickt Nachbarländer

Die Pariser Zeitung „La Croix“ fragt nach der Verantwortung des Westens in der Flüchtlingskatastrophe im Nahen Osten:

Libyen, Syrien, Ägypten: Die „Revolutionen“ und das Chaos hinterlassen erschöpfte Menschen und kaputte Wirtschaftssysteme; Millionen sind in Nachbarländer geflüchtet (Jordanien, Libanon, Türkei) und drohen diese zu ersticken; die Christen, die besonders verwundbar sind, werden aus ihrer Heimat vertrieben. Diese Tragödien erschüttern auch den Westen und werfen Fragen auf: Wo liegt unsere Verantwortung, welche Grenzen sind unserem Eingreifen gesetzt?

Kein Kaugummi und Handy in der Messe

Im Antillenstaat Trinidad & Tobago mahnt „Catholic News“ zu mehr Ehrfurcht:

Internet, Einkaufszentren, manchmal auch Jugendgangs können sich für unsere Kinder als Hindernisse erweisen, die göttliche Verheißung des ewigen Lebens anzunehmen. Der Unwille von Eltern und anderen Menschen mit Vorbildfunktion, wöchentlich die Messe zu besuchen und täglich den Glauben zu praktizieren, ist auch ein großer Hemmschuh. Die nachlässige Kleidung von Kirchgängern, das Kauen von Kaugummi sowie die Nutzung von Mobiltelefonen und anderen technischen Geräten während der Messe führen außerdem zu der Einstellung, dass die Messe für das wirkliche Leben keine Bedeutung hat. Alle in der Kirche müssen sich bemühen, den gesamtgesellschaftlichen Verfall aufzuhalten.

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