Presse: Bewegte Themen, radikale Antworten

Zum Beginn der Synode über die Familie schreibt der Mailänder „Corriere della Sera“:

Es wird eine bewegte Synode sein: Sie berührt Themen, die nicht nur die Kirche, sondern die westliche Welt spalten – und die in Afrika und Asien radikale Antworten erhalten, mit ständiger Ermahnung zur Treue gegenüber dem kirchlichen Lehramt. Die Worte des polnischen Theologen Charamsa dürften der Sache kaum gedient haben. Vielmehr werden sie der konservativen Seite erlauben, zur Offensive überzugehen.

Inspiration für Europäische Gemeinschaft

In Madrid kommentiert die Tageszeitung „El Mundo“ den 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung:

Der Prozess der Wiedervereinigung war Inspiration und Ansporn für nachfolgende Erweiterungen der Europäischen Union – ein Beispiel dafür, was man tun kann, wenn man nationale Grenzen überwindet. Jetzt, da die Europäische Union so schwierigen Herausforderungen wie dem Flüchtlingsdrama gegenübersteht, muss wieder daran erinnert werden, dass der Aufbau der Gemeinschaft, ebenso wie bei der deutschen Wiedervereinigung, auf der Solidarität und Zusammenarbeit aller und jedes Einzelnen gründet.

Christdemokratie in Aktion

Der „Irish Catholic“ lobt die moralische Führungsposition von Papst Franziskus und Angela Merkel in der Flüchtlingskrise:

Beeindruckende moralische Leadership kommt von Papst Franziskus und von Kanzlerin Merkel. Der Aufruf des Papstes, Platz zu schaffen für die gegenwärtigen Flüchtlingsströme, zieht politischen Kräften, die mit dem Verweis auf das christliche Erbe Europas den Zugang verweigern möchten, den Boden unter den Füßen weg. Merkel hat echte Christdemokratie in Aktion gezeigt, indem sie im Namen Deutschlands angeboten hat, die große Masse der Flüchtlingen, die nach Europa einreisen dürfen, aufzunehmen. Einige Menschen [...] fürchten, dass sie die Büchse der Pandora geöffnet hat. Die Sorge um militante Infiltrationen ist berechtigt, aber ein neuer Eiserner Vorhang ist nicht die Antwort darauf.

Und was ist mit dir?

Die US-Wochenzeitung „Our Sunday Visitor“ zieht ein Resümee aus dem Papstbesuch in den Vereinigten Staaten:

Ich weiß, dass ich nicht allein bin. Zahlreiche Menschen widmen ihr Leben in vielerlei Formen der Arbeit in der Kirche und für die Kirche. Sie gründen Familien und bauen sie auf, dienen den Armen und Schwachen, erziehen junge Menschen im Glauben und kommen zahllosen anderen Aufgaben nach. Das heißt natürlich nicht, dass wir vollkommen sind; wir sollten jeden Tag aufs Neue Franziskus? Frage wiederholen, die er dem Leben der heiligen Katherine Drexel entnommen hat: Und du? Was ist mit dir? [...] Franziskus hat in Philadelphia seine Heimreise angetreten. Aber er lässt viele Herzen voll Dankbarkeit und Hoffnung zurück – und die klare Aufforderung an jeden von uns, täglich in unserer Mission als Jünger Christi voranzuschreiten.

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