Präna-Test: DBK widerspricht EKD

Bonn (DT/reh) Die Deutschen Bischöfe lehnen eine Übernahme der Kosten für die umstrittenen vorgeburtlichen Gentests durch die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ab. Das erklärte der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage. Die umstrittenen Tests ermöglichen es Eltern, im mütterlichen Blut nach einer möglichen Trisomie des ungeborenen Kindes – etwa dem Downsyndrom – zu fahnden. Zuvor hatte sich der Rat der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) für die Kostenübernahme nichtinvasiver Bluttests durch die GKV ausgesprochen. Zugleich fordert die EKD, Eltern die von diesem Test Gebrauch machen wollten, eine umfassende ethische Beratung anzubieten. Am Freitag hatte das Kirchenamt der EKD in Hannover dazu ein Positionspapier vorstellt. Laut idea würdigte Kopp das EKD-Papier als Beitrag zu einer wichtigen öffentlichen Diskussion. Eine Kostenübernahme der nichtinvasiven Bluttests durch die Gesetzlichen Krankenkassen begegne aber „erheblichen ethischen Bedenken mit Blick auf den Schutz des ungeborenen Lebens“. Die Deutsche Bischofskonferenz setze darauf, dass die „von über hundert Abgeordneten des Deutschen Bundestags angestoßene Debatte über diese komplexen Fragen eine dringend notwendige gesellschaftliche, sozialethische und politische Klärung voranbringt“, so Kopp. Der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) prüft derzeit, ob solche Gentests als Regelleistung in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden können. Anfang 2019 will der Deutsche Bundestag nun eine Orientierungsdebatte durchführen.

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