Leitartikel: Diktatur der Sexualpädagogik

Von Jürgen Liminski
Foto: dpa | Diktatur der Sexualpädagogik?
Foto: dpa | Diktatur der Sexualpädagogik?

Langsam fällt es auf. Nach Baden-Württemberg und Niedersachsen jetzt auch in Nordrhein-Westfalen. Die Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager will wissen, in welchem Umfang schulfremde Experten im Unterricht sexuelle Aufklärungsarbeit leisten sollen. Die CDU-Abgeordnete macht sich Sorgen. Zu Recht, denn allmählich rücken die eifrigen und mit amtlicher Unterstützung geförderten Bestrebungen ans Licht, sexuelle Vielfalt zum bildungspolitischen Dominanzkriterium zu erheben. Sexuelle Aufklärung soll nicht mehr nur im Biologieunterricht auf dem Lehrplan stehen, sondern in allen Fächern, die Lehrbücher sollen auch entsprechend konzipiert werden und nicht die Lehrer, sondern vor allem „Experten“ sollen praktisch und theoretisch alles mögliche an Perversion mit den Schülern üben.

Wer es nicht glaubt oder für übertrieben hält, dem seien die Bildungspläne der rot-grünen Regierungen in Baden-Württemberg und Niedersachsen zur Lektüre empfohlen und darüber hinaus das Klein- und Großgedruckte in den Programmen der Experten, die diese Regierungen mit dem Unterricht beauftragen wollen. Dazu gehört zum Beispiel das Netzwerk SchLAu (SchwullesbischeBi-Trans-Aufklärung)oder Pro Familia oder auch freiberufliche Sexualpädagogen. Zu den führenden Pädagogen zählen Personen, deren Verbindungen zu pädophilen Autoren und Tätern wie dem Sexualforscher Helmut Kentler mittlerweile offenkundig sind. Dennoch verfügen diese Professoren über erheblichen Einfluss in rot-grünen Kreisen. Als Methode empfehlen die einflussreichen Professoren, „Verwirrung“ zu erzeugen, biologische Eindeutigkeiten zu verwischen und die Pädagogen sollten, „sofern sie es wünschen, an der Übung teilnehmen“. Empfohlen wird den Kindern dünne Kleidung, damit bei Massagen der unterschiedliche Druck und die Streichrichtungen auch erspürt werden können. Das erinnert alles sehr stark an die pädophilen Bewegungen des Kinderladens aus den achtziger Jahren und die grünen Vorstellungen einer sexual emanzipierten Gesellschaft.

Die Eltern werden nicht gefragt, ob sie ihre Kinder in den „professionellen Händen“ der Freiberufler wissen wollen. Eltern gelten solchen Pädagogen sowieso als Hindernis der Emanzipation. Sie werden mit der Keule der Antidiskriminierung in Schach gehalten nach dem Motto: Wer gegen die sexuelle Vielfalt (konkret: Perversion) und damit gegen das Niederreißen aller Schamgrenzen und Natürlichkeit ist, der diskriminiert. Abgesehen davon, dass diese rot-grünen Bildungspläne Pädophilen Tür und Tor aller Schulen öffnen, werden hier die Konturen einer neuen Diktatur sichtbar. Sie propagiert ein Menschenbild, das mit der Natur des Menschen nichts und mit dem christlichen Menschenbild weniger als nichts zu tun hat. Einziges Kriterium dieses neuen homunculus ist die sexuelle Vielfalt. Diese totalitäre Ideologie diskriminiert folgerichtig alle Religionen – auch die muslimische. Langsam dämmert es auch einigen in der CDU, dass man sich gegen diese neue Diktatur aus dem grünen Schoß zur Wehr setzen muss. Wenn sie es nicht massiv tut, wird sie die Eltern an andere Parteien verlieren. Denn hier geht es ans Eingemachte, an Kinder und Enkel.

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