Kopftuch: Liberale Musliminnen uneins

Hamburg (DT/KNA) Die beiden liberalen Musliminnen Lamya Kaddor und Seyran Ates zeigen sich uneins über ein Kopftuchverbot für Kinder. Eltern sollten ihre Töchter nicht zum Kopftuchtragen zwingen – „aber der Staat sollte es auch nicht verbieten“, erklärt die Publizistin und Islamwissenschaftlerin Kaddor in der August-Ausgabe des Kindernachrichtenmagazins „Dein Spiegel“. Dass ein Verbot die Mädchen vor zu strengen Eltern schütze und ihnen mehr Freiheit gebe, sei „Quatsch“, so die Mitbegründerin des Liberal-Islamischen Bundes (LIB). Die Frauenrechtlerin und Juristin Seyran Ates erklärte dagegen, das Kopftuch mache die Mädchen „unfrei“, denn „zu dem Stück Stoff auf dem Kopf“ gehöre ein bestimmtes Verhalten, das von muslimischen Mädchen erwartet werde, so Ates, die Gründerin der liberalen Ibn-Rusdh-Goethe-Moschee in Berlin ist.

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28.04.2020, 21  Uhr
Marco Gallina
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