Glosse: Renate, ich und der hl. Johannes

Von Stefan Meetschen

Renate Künast, frühere Bundesministerin und Vorsitzende der Bundestagsfraktion „Der Grünen“, befindet sich derzeit mit dem Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie meinen, das sei keine Nachricht? Nun, das dachte wohl auch Frau Künast und so postete sie vor wenigen Tagen auf ihrem Facebook-Account ein Bild aus Washington, D.C., welches sie mit dem Lincoln Memorial im Hintergrund zeigt. Dazu der Text: „Washington in Washington. Und ich.“ Ein famoser PR-Clou, welcher die 59-Jährige, um die es in vergangener Zeit etwas still geworden war, zurück ins Zentrum der social-medialen Aufmerksamkeit katapultiert hat. Denn: im „Lincoln Memorial“, das zu Ehren des US-Präsidenten Abraham Lincoln (1809–1865) erbaut wurde, ein Denkmal des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, George Washington (1732–1799), zu sehen oder zu vermuten, dahinter kann ja – bei dem hohen Bildungsgrad, der den „Grünen“ und ihren Anhängern gemeinhin zugesprochen wird – eigentlich nur eine ausgetüftelte Kampagne stecken. So ausgetüftelt, dass Frau Künast – wie es derzeit auch geschieht – sogar viel Häme in Kauf nimmt, um wieder ins Gespräch zu kommen und sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Nur für welche? Bundestagsbeauftragte für menschliche Fehler? EU-Sonderkommissarin für US-Geschichte? Neue RTL2-Quizmoderatorin („Stadt, Land, Stuss“)? Da schauen wir uns lieber alte Pilgerphotos an. Zum Beispiel das hier: „Der heilige Johannes in San Giovanni Rotondo. Und ich.“ Stefan Meetschen

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