Die Wahl der Qual

Warum das Jahr 2009 ein ganz hartes werden wird

Von Stefan Rehder

2009 wird ein furchtbares Jahr. Eines, das sich kaum aushalten lassen wird. Am 1. Januar ist es soweit. Dann beginnen zwölf harte Monate. 365 Tage ohne Fußballwelt- oder Europameisterschaft. Das wird hart. Nicht einmal eine Olympiade in einer Diktatorenrepublik gibt's. Stattdessen jede Menge Wahlen. Insgesamt 15 Urnengänge an vier Sonntagen gilt es allein in Deutschland zu bewältigen. Den Auftakt machen die Hessen. Die sollen sich am 18. Januar zwischen dem brutalstmöglichen Sympathieträger, den Deutschlands Politik zu bieten hat, und Andrea Ypsilantis neuer Brille entscheiden. Das dürfte eine klare Sache werden. Hart ist es trotzdem. Am 7. Juni geht es weiter mit der Wahl des Europäischen Parlaments sowie Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Am 30. August müssen im Saarland, in Thüringen und Sachsen die Länderparlamente neu gewählt werden. Am 27. September stehen die Landtagswahl in Brandenburg und die Wahl des Bundestags auf dem Programm.

Ein dreiviertel Jahr Wahlkampf. Neun Monate, in denen Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Guido Westerwelle, Claudia Roth, Horst Seehofer und Oskar Lafontaine Deutschland um die Wette retten werden. Neun Monate, in denen das Blaue vom Himmel gelogen und uns erzählt wird, wie man uns retten will: vor der Finanzkrise, der Klimakatastrophe, dem Terrorismus und so weiter. Das wird hart. Für Christen wird es nicht ganz so hart. Denn die wissen, dass sie längst gerettet wurden. Nicht von Politikern, sondern von Gottes Sohn. Wenn der einst wiederkommt, nimmt der ganze Spuk ohnehin ein Ende. So lässt sich auch 2009 gut ertragen. Alle anderen müssen bis Juni 2010 warten. Dann beginnt in Südafrika die Fußballweltmeisterschaft.

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