Berlin

Die Kirchen sind unverzichtbare Institutionen

Auch wenn immer mehr Menschen aus den großen Kirche austreten, bleiben diese wichtige Institutionen, meint der langjährige Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder. Der christliche Glaube könne für viele Menschen eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens sein.

CDU-Politiker Volker Kauder
Indem die Kirchen beständig auf Christus hinweisen und durch ihre Grundhaltungen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, würden sie wichtige Voraussetzungen für Gerechtigkeit und Frieden in die Welt bringen, meint Kauder. Foto: Kay Nietfeld (dpa)

Die Kirchen sind Institutionen, die Gott und den Menschen im Blick und in ihrer Mitte haben. Sie sind nach wie vor der wichtigste Transporteur der frohen Botschaft in die Öffentlichkeit und halten das christliche Menschen- und Weltbild durch ihr weitreichendes Engagement und ihre Gemeinwohlorientierung präsent. Der christliche Glaube kann für viele Menschen eine Antwort auf ihr Suchen und Fragen nach dem Sinn ihres Lebens sein.

Räume für persönliches und geistliches Wachstum

Die Kirchen schaffen dafür in ihren Strukturen Angebote für den Austausch über das eigene Glauben und Zweifeln, Vertiefung, Vernetzung sowie Gemeinschaftsbildung. Sie bieten so Orientierung, Räume für persönliches und geistliches Wachstum sowie Lebenshilfe. Durch die länder- und kulturübergreifende Verbindung von Glaubenden leisten die Kirchen einen wichtigen Beitrag zur spirituellen Beheimatung, zur Völkerverständigung und zum Zusammengehörigkeitsgefühl der ganzen Menschheit.

Wie die vielen Diskussionen um ethische Fragestellungen im Deutschen Bundestag zeigen, sind sie in ihrer Expertise in Philosophie, Theologie, Ethik und Sozialwissenschaften auch eine wichtige moralische Instanz. Als bedeutendster Träger sozialer Einrichtungen und Hilfswerke wenden sie sich unermüdlich sozial Schwachen und Notleidenden zu. Mit der Hilfe hunderttausender ehrenamtlich Engagierter schaffen sie hier niederschwellige karitative Angebote für individuelle und gesellschaftliche Problemstellungen.

Durch Bewahrung und Kontextualisierung von Traditionen ermöglichen sie außerdem eine Eingebundenheit in die Gemeinschaft aller Gläubigen in Vergangenheit und Zukunft. Die Kirchen sind kein Selbstzweck und auch keine bloße Sozialeinrichtung. Ihr beständiges Weisen auf Christus hin und ihre Grundhaltungen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe bringen wichtige Voraussetzungen für Gerechtigkeit und Frieden in die Welt.

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