Benedikt würdigt Johannes Paul II.

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat zum fünften Todestag seines Vorgängers Johannes Paul II. dessen Verdienste für Kirche und Menschheit gewürdigt. Mit aller Energie und Offenheit habe er die christliche Botschaft verkündet, auch wenn er mit Widerstand, Feindseligkeit und Ablehnung rechnen musste, sagte Benedikt XVI. am Montagabend bei einer Gedenkmesse im Petersdom. Ohne Vorbehalte und Kalkül habe der aus Polen stammende Papst seine Person in den Dienst Gottes gestellt – und sei somit zum „Weggefährten des Menschen von heute“ geworden. An der Messe im Petersdom nahmen die Kardinäle, Bischöfe und Prälaten der römischen Kurie, aber auch zahlreiche Pilger aus Polen teil. An ihrer Spitze war der frühere Privatsekretär des Papstes, der Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz. Keinen Hinweis gab Benedikt XVI. in seiner Ansprache zum laufenden Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II. Wer Johannes Paul II. gekannt habe und ihm begegnet sei, habe spüren können, wie lebendig in ihm die Gewissheit der Güte Gottes gewesen sei, führte Benedikt XVI. aus. Diese Gewissheit sei besonders in seiner letzten Lebensphase deutlich geworden, als seine körperlichen Kräfte nachließen. Seine Krankheit und Schwäche hätten nie seinen „unerschütterlichen Glauben, seine leuchtende Hoffnung und seine eifrige Liebe“ beeinträchtigt. Johannes Paul II. habe sich „für Christus, für die Kirche, für die ganze Welt aufgerieben: Er hat sein Leiden bis zum letzten Moment für die Liebe und mit Liebe gelebt“. Johannes Paul II. sei stets auch ein Sohn seiner polnischen Heimat geblieben, sagte Benedikt XVI. Er sei „ein großer Pole“. Seine Landsleute könnten stolz auf sein Leben und Wirken sein, sagte Benedikt XVI. auf Polnisch. Zugleich müssten sie selbst treue Zeugen des Glaubens, der Hoffnung der Liebe sein, „wie Johannes Paul II. es uns ständig gelehrt hat“.

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