Abtreibungszahlen fast unverändert

Die Statistik verzeichnet für 2018 101 000 Abtreibungen

Wiesbaden (DT/KNA) Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist 2018 mit knapp 101 000 im Vorjahresvergleich fast unverändert geblieben. 2017 wurden 223 Abbrüche mehr verzeichnet, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Zwischen 2014 und 2016 lag die Zahl der Abtreibungen in Deutschland erstmals unter der 100 000-Marke. Vor 20 Jahren wurden noch rund 130 000 Abbrüche verzeichnet.

72 Prozent der Frauen, die sich 2018 für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden, waren den Angaben zufolge zwischen 18 und 34 Jahre alt. 17 Prozent waren zwischen 35 und 39 und rund acht Prozent der Frauen älter als 40. Der Anteil der minderjährigen Frauen lag bei drei Prozent. 40 Prozent der betreffenden Frauen brachten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch kein Kind zur Welt.

Insgesamt wurden 96 Prozent der gemeldeten Abtreibungen nach der Beratungsregelung vorgenommen; vier Prozent der Fälle wurden auf medizinische oder kriminologische Gründe zurückgeführt, etwa nach einer Vergewaltigung. Die Eingriffe wurden überwiegend ambulant vorgenommen; rund 80 Prozent in gynäkologischen Praxen, die übrigen im Krankenhaus.

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