Was andere Zeitungen schreiben: Neue Zeit des Dialogs: Von der Bush-Doktrin lossagen: Ideologische Kontinuität: Opfer des Ersten Weltkrieges

Im Antillenstaat Trinidad&Tobago kommentiert „Catholic News“ den Ausgang des katholisch-muslimischen Forums in Rom:

Paradoxerweise hat die Begegnung, die aus einem Konflikt heraus entstanden ist – eine Rede Benedikts XVI. an der Universität von Regensburg, die einige muslimische Gruppen verärgerte –, die Türen geöffnet für eine neue Zeit des Dialogs zwischen führenden Katholiken und Muslimen. Hoffen wir, dass diese Gespräche im Leben aller Katholiken und Muslime Früchte tragen. Das Forum hat die Bereitschaft beider Gruppen zum Ausdruck gebracht, ihre Beziehung zu Gott ernst zu nehmen und andere mit Achtung und Würde zu behandeln – aufgrund dessen, was wir in Gott sind.

Obama sollte sich eindeutig von Bushs Doktrin vom Präventivkrieg lossagen. Er sollte erklären, dass die Vereinigten Staaten nie mehr ihre Feinde foltern und die Illegalität durch Wortakrobatik umschiffen werden. Das Gefängnis in Guantanamo, der Schandfleck der Nation, sollte sofort geschlossen werden. Obama sollte die Unterstützung der Nation suchen für ein verstärktes, reformiertes System der Vereinten Nationen, um den Krisen, die die globale Diplomatie im 21. Jahrhundert immer mehr beschäftigen, wirksamer zu begegnen – wie in Myanmar, Darfur und im östlichen Kongo.

Das Antichristentum ist nur durch eine ideologische Kontinuität zur französischen Revolution zu erklären, deren tragische Folgen im 20. Jahrhundert deutlich wurden. Der Antirassismus der letzten Jahrzehnte hat sich nicht gegen Antiklerikalismus und Feindseligkeit gegen religiöse Überzeugungen gewandt. Es ist nicht wahr, dass nur der Rassismus pervers und die Unterstützung antireligiösen Hasses harmlos sei – die Shoah hat alle aktiven jüdischen Gemeinden in Mitteleuropa betroffen. Unser Land bedarf dringend einer Umkehr im Denken.

Noch heute ist es schwer zu fassen, dass 60 000 Australier im Ersten Weltkrieg für ihre Nation starben – über 45 000 an der Westfront. Nur Kriegsteilnehmer wissen um die Schrecken. Was man liest, lässt vermuten, dass es die Hölle auf Erden war. Kein Wunder, dass die Soldaten nach ihrer Heimkehr in der Familie kaum über ihre Erfahrungen sprachen. Sie fanden nur bei Kameraden, die dasselbe erlebt hatten, Verständnis. Kein Wunder, dass einige Kriegsheimkehrer unter denen waren, die sich am stärksten gegen eine Glorifizierung des Krieges wandten. Der Schmerz über den Verlust dieser jungen Männer war auch für die Hinterbliebenen schwer erträglich, besonders für jene – die überwältigende Mehrheit –, die nicht in der Lage waren, ihre letzte Ruhestätte zu besuchen.