Was andere Zeitungen schreiben: Buße für Missbrauch: Polygamie stellt Frauen unter Damoklesschwert: Pfingsten bedeutet Hoffnung: Friedhöfe sind Ausdruck von Kultur

„The Irish Catholic“ (Dublin) wünscht einen „Tag der Buße“ angesichts des Missbrauchsskandals in Irland:

Durch strenge Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass die Kirche Kindern jetzt den bestmöglichen Schutz gewährt. Wir können den unschuldigen Opfern das, was ihnen genommen wurde, niemals zurückgeben, aber wir können ihnen Gerechtigkeit widerfahren lassen, indem wir sicherstellen, dass niemand in der Kirche jemals wieder so leiden muss wie sie in der Vergangenheit. In der Kirche ist viel für die notwendige Heilung getan worden. Ein „Tag der Buße“ könnte symbolisch wirken für den Wunsch der Kirche, dass alle diese Heilung erfahren mögen.

Für manche Männer bedeutet Monogamie heute, „sich eine Kette um den Hals zu legen“. Sie glauben, dass die Möglichkeit, sich eine zweite Frau zu nehmen, die die Polygamie ihnen bietet, ihnen die Folgsamkeit der Ehefrau für immer garantiert. Sie sagen: „Sie weiß, dass, wenn sie Dummheiten macht, ich mir eine zweite Frau nehme“. Diese Lebensform stellt die Frauen unter eine Art Damoklesschwert.

Wir leben in einer gebrochenen Welt, in der Gleichgültigkeit, Rache und Machtstreben weiterhin unsägliches Leid verursachen. ... Dennoch gibt es in der Welt auch viel Gutes. Für alle Christen bedeutet Pfingsten Hoffnung. ... Wir kommen von Gott, und wir kehren zu Gott zurück. Dazwischen haben wir die Wahl: uns von Gott abzuwenden oder uns Gott wieder zuzuwenden.

In Lugo di Romagna wurden religiöse Symbole auf Grabsteinen verboten. Erlaubt sind nur Name, Geburts- und Todesdatum, ohne weitere Worte, in kleinen Buchstaben, um die religiösen Gefühle der Nichtkatholiken nicht zu verletzen und die Natur und das Gesamtbild zu schützen. ... Diese provinzielle Bürokratie verschließt sich der Realität. Überall auf der Welt reflektieren die Friedhöfe Kultur, Religion, Traditionen der Völker und Individuen. Sie sind oft von großem kunsthistorischem Wert. In Tokio, Moskau, Jordanien, Indien, Pretoria, Buenos Aires: Überall findet man religiöse, nationale, kulturelle Symbole, die die Traditionen eines Volkes widerspiegeln. In Wahrheit sollen in Lugo die religiösen Symbole eliminiert werden, unter dem Vorwand, sie verletzten die Gefühle der Nichtkatholiken.