Was Männer wirklich attraktiv macht

Eine amerikanische Forschergruppe hat das jetzt herausgefunden

Von Wolfgang Paulus

Es soll Männer geben, die nicht aussehen wie Brad Pitt, Robert Redford oder Indiana Jones (wie hieß der Schauspieler doch gleich?). Natürlich sind das nur wenige. Das ist klar. Aber es gibt sie eben, diese verschwindende Minderheit. Da darf man(n) sich nichts vormachen. Doch für diese kleine Gruppe gibt es jetzt ausgesprochen gute Nachrichten. Eine Studie will nämlich herausgefunden haben, dass es gar nicht Äußerlichkeiten sind, die interessant machen. Bescheidenheit und Selbstironie können die Attraktivität von Männern deutlich erhöhen, lautet die erfreuliche Mitteilung eines Forscherteams der Universität von New Mexiko. Zwar sind die Umstände, unter denen da geforscht wurde, einigermaßen erstaunlich, aber bitte.

Die Versuchsanordnung, über die die britische Zeitung „Daily Telegraph“ gestern berichtete, wird wie folgt geschildert: Zwei Jahre lang wurden Studentinnen Audio-Aufnahmen von Männern vorgespielt, die von sich selbst erzählten. Bereits an dieser Stelle stockt unabhängigen Beobachtern der Atem. Seit wann sprechen Männer über sich selbst und dann auch noch zwei Jahre lang? Vielleicht über Sport, den Job oder die Politik, aber über sich selbst? Nun ja, auch das scheint es also zu geben. Jedenfalls mussten die Probandinnen anschließend angeben, welche der Herren sie am attraktivsten fanden. Ganz klar am besten schnitten nach Angaben der Forscher jene ab, die auf Prahlerei oder Witze auf Kosten anderer verzichteten und sich stattdessen selbst auf die Schippe nahmen.

Humor sei bekanntermaßen für Frauen attraktiv. Aber nun habe man herausgefunden, dass Selbstironie dabei die attraktivste Art von Humor ist, sagt der Leiter des Forscherteams Gil Green-gross. Keine Ahnung, ob der Mann Humor hat. Aber seine Studie macht Forschung attraktiv. Zumindest für einen winzig kleinen Teil der Männerwelt.