Technik mit Licht und Schatten

US-Forscher wollen ein künstliches Material entwickelt haben, das unsichtbar macht

Von StefAn Rehder

Wissenschaftler der Universität Kalifornien haben laut eigenen Angaben erstmals ein Material entwickelt, das unsichtbar macht. Schon seit Jahren arbeiten Physiker an sogenannten Metamaterialien, die Lichtwellen anders brechen als natürliche Stoffe. Wie die Forscher um den Physiker Xiang Zhang in der Fachzeitschrift „Nature“ schreiben, hätten sie einen Stoff entwickelt, der das Licht in dem für Menschen sichtbaren Bereich in alle drei Raumdimension um ein Objekt herumführen kann. Dazu entwarfen sie eine Struktur aus verschiedenen Schichten von Silber-Nanodrähten, die einen negativen Brechungsindex aufwies. Anders formuliert: Das auftreffende Licht wurde von dem neuartigen Material stärker abgelenkt, als es die bislang formulierten optischen Gesetze erlauben. „Dieser unkomplizierte und elegante Weg zeigt, dass wir in der Lage sind, Licht umzulenken und für unsere Zwecke nutzbar zu machen“, wird Zhang zitiert. Wir wollen den Erfolg der US-amerikanischen Universität natürlich nicht schmälern. Nur das Aufhebens, das jetzt darum gemacht wird, verstehen wir nicht. Deutsche Physiker sind offenbar längst weiter. So ist Bundesforschungsministerin Annette Schavan zum Beispiel seit Wochen unsichtbar und urlaubt vermutlich – unbehelligt von Paparazzi – in einem Ganzkörper-Silber-Nanodrähten-Kostüm.

Günther Beckstein und Erwin Huber sollen überlegen, wie sie ihre Herausforderer dazu bringen können, derartige Materialien überzustreifen, um die absolute Mehrheit bei den kommenden Landtagswahlen nicht zu gefährden. Von der neuen Technologie sind freilich nicht alle begeistert. Boris Becker, Lothar Matthäus und Guido Westerwelle sollen erklärt haben, sie würden niemals ein solches Material tragen, da sonst nicht ans Licht komme, was sie alles treiben. Dabei wäre genau das eine nobelpreisverdächtige Innovation.