Presse: Verantwortungsvoll regieren

Die „Washington Post“ mahnt, über die Auseinandersetzungen um US-Präsident Trump die Belange des Landes nicht zu vernachlässigen:

Eine faire Untersuchung wird Zeit brauchen, wenn sie sorgfältig gemacht wird und alle Verbindungen zwischen Präsident Trump und Russland sowie möglichen Druck auf das FBI prüft. Das Land darf jedoch in der Zwischenzeit nicht stagnieren. Das bedeutet, dass Präsident Trump aufhören muss, sich selbst zu bemitleiden, dass die Demokraten auch über andere Dinge sprechen müssen als über eine Amtsenthebung und dass die Republikaner im Kongress sich der Aufgabe stellen müssen, der sie bislang nicht nachgekommen sind: verantwortungsvoll zu regieren.

Bei der Bildung neu beginnen

„France Catholique“ (Paris) fordert eine Rückbesinnung auf die positiven Werte der französischen Nation:

Der Staat muss wieder mit sich ins Reine kommen, sich um die wesentlichen Dinge kümmern, einen Rahmen schaffen, um Initiativen, Solidarität und Umverteilung zu fördern und sich nicht immer überall einzumischen. Die öffentliche Funktion des Staates muss neu durchdacht werden. Und da alles bei der Bildung beginnt, ist es besser, sich wieder zu fangen und die Grundwerte unserer Nation zu vermitteln, auf die wir stolz sein können und die es gestattet hat, alle Menschen zu vereinen, die dasselbe Ziel haben und sich als Teil einer Schicksalsgemeinschaft verstehen.

Über die Hölle predigen

In Dublin ruft der „Irish Catholic“ die Priester auf, die Hölle in der Predigt nicht zu verdrängen:

Heute wird fast nie über die Hölle gepredigt. Das ist eine Reaktion gegen die Überbetonung von Feuer und Verdammnis in vergangenen Zeiten. Wenn die Hölle jedoch Wirklichkeit ist, wenn es möglich ist, Gott abzulehnen, und wenn es einen freien Willen gibt, dann ist es von Seiten des Klerus äußerst nachlässig, sie unterzubetonen, nur weil sie früher überbetont wurde. Sie sollte wieder in die Predigt aufgenommen werden. Die Priester brauchen dazu nur Papst Franziskus zu zitieren und können sich seine Popularität zunutze machen, um eine unpopuläre, aber wahre Lehre zu predigen.

Marienbotschaften nicht missbrauchen

„The Southern Cross“ (Kapstadt) kommentiert die Auseinandersetzungen über die Botschaften von Fatima:

Für die meisten Katholiken sind die elementaren Inhalte der Botschaften von Fatima unbestreitbar: Gott lieben und verehren, andere gut behandeln, die Sünde bereuen und häufig beten, besonders den Rosenkranz. Über andere Punkte gibt es weiterhin Kontroversen: etwa ob die Päpste der Bitte Unserer Lieben Frau um die Weihe Russlands wirklich nachgekommen sind – Schwester Lucia hat dies bejaht – und Verschwörungstheorien über das sogenannte dritte Geheimnis. Es ist legitim, über den Inhalt der Botschaften von Fatima zu diskutieren. Wir müssen uns jedoch vor Debatten hüten, die zu Zwiespalt und Feindschaft zwischen Katholiken führt. Unsere Liebe Frau darf nicht als Quelle von Bitterkeit missbraucht werden.