Presse: Fünfte Kolonne der Dschihad in Europa

„La Croix“ mahnt angesichts der Ausbreitung des Islamischen Staates IS:

Die jüngsten Ereignisse im Irak enthalten zwei äußerst gefährliche Dimensionen: Einerseits verfügt der Islamische Staat (IS) über eine territoriale Basis mitten in der Region (Al-Kaida war in Afghanistan weit in der Peripherie), andererseits gibt es zahlreiche europäische Dschihadisten, die auf dem alten Kontinent eine Art „Fünfte Kolonne“ bilden können.

Evangelisierung braucht Beziehungen

Nach dem Papstbesuch in Korea hofft der „Catholic Herald“ (London) auf positive Entwicklungen der Kirche in Asien:

Es ist schwierig für Katholiken, jene asiatischen Länder zu evangelisieren, die keine diplomatischen Beziehungen zum Heiligen Stuhl haben. Es gibt sieben von ihnen. An erster Stelle steht China. Die chinesischen Behörden haben Franziskus als erstem Papst erlaubt, über ihr Land zu fliegen. Als Johannes Paul II. Südkorea besuchte, wurde ihm der Eintritt in den chinesischen Luftraum verweigert. Aber der Weg zur Versöhnung mit China wird lang sein: Den chinesischen Katholiken wurde untersagt, zum Papstbesuch nach Südkorea zu reisen. Trotzdem nahmen etwa 500 von ihnen an der Messe in Daejeon teil. Wir hoffen, dass der Heilige Stuhl eines Tages volle diplomatische Beziehungen zu China haben wird – ebenso wie zu Bhutan, Brunei, Burma, Laos, Nordkorea und Vietnam.

Krise der Integrationsgesellschaft

„Corriere della Sera“ kommentiert die verstärkte Hinwendung europäischer Immigranten zum radikalen Islamismus:

Ein Merkmal für einen klassischen Religionskrieg ist gegeben: der Kampf um die politische Herrschaft im Zeichen des wahren Glaubens. Untypisch sind jedoch die Tausenden von Terroristenanwärtern, Söhne von Emigranten der zweiten oder dritten Generation, die bereit sind, ein sicheres Leben aufzugeben, um in das Abenteuer des Martyriums zu ziehen: Für sie liegt die Attraktivität im Scheitern der Integrationsmodelle und in der Verheißung, die die totalitäre Botschaft des Islam und die politische Dimension einer Revanche gegen „die anderen“ darstellen... Es genügt nicht, die Geheimdienste zu verstärken, die das Phänomen zu spät erkannt haben. Vielmehr muss untersucht werden, warum die Inklusionsprozesse, von denen man angenommen hatte, dass sie multikulturelle Gesellschaften immer homogener gestalten können, in eine Krise geraten sind.

Strafgesetze nicht nur für Weiße

In den Vereinigten Staaten schreibt die „Washington Post“ zur Erschießung des Schwarzen Michael Brown in Ferguson:

Brown war ein heranwachsender Mensch, und er hat Fehler gemacht. Die Frage ist aber nicht: War Brown ein guter Junge?, sondern: Wie müssen Polizisten Bürger behandeln?. Ein kalifornischer Staatsanwalt hat es so ausgedrückt: „Unser Strafgesetzbuch wurde nicht nur geschaffen, um Weiße zu schützen.“ Michael Brown war nicht perfekt. Aber das sind die wenigsten von uns. Und das sagt nichts darüber aus, ob er es verdient hat zu sterben.