Presse: Christliche Synode in Europa?

Die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ schreibt anlässlich des Papstbesuchs auf der Insel Lesbos:

Zu lange hat man sich bei einem ökumenischen Dialog aufgehalten, der ideologisch geworden ist. Es gibt einen Ökumenismus, der bei den Armen beginnt. Sie rufen die Christen zur Einheit. In ihnen sieht man die Gegenwart Jesu, wie das Matthäusevangelium lehrt. Franziskus, Bartholomaios und Hieronymos richten eine Botschaft an die Christen, bei den Armen neu zu beginnen. Ist es nicht vielleicht dringend notwendig – auch aufgrund der Differenzen unter den europäischen Christen über die Aufnahme von Flüchtlingen (in allen Kirchen) – eine Synode oder Zusammenkunft aller christlichen Oberhäupter Europas zu einem so lebenswichtigen Thema abzuhalten?

Solidarität und tiefere Werte priorisieren

Die Tageszeitung „La Hora“ (Quito) kommentiert das schwere Erdbeben in Ecuador:

Diese schwere Katastrophe zeigt, wie verletzlich wir sind, und lehrt uns, dass eine bessere Städteplanung die Auswirkungen von Naturkatastrophen mildern könnte. Eine sehr harte Lektion. Aber letztlich doch eine Lektion. In den nächsten Tagen werden viele politische und verwaltungstechnische Analysen durchgeführt werden, aber heute haben Solidarität, Einheit und die tieferen Werte in der Seele der Ecuadorianer Priorität. Es lebe Ecuador!

Die christliche Familie stärken

Die jesuitische Wochenzeitung „America Magazine“ lobt das Apostolische Schreiben:

Das Familienleben ist mehr als nur ein „Thema“: Es ist eine Berufung, die mit Verstand und Gebet unterstützt werden muss. „Amoris laetitia“ ist ein wunderschönes Geschenk an die Kirche, ein Aufruf zum Herzenswandel und eine Mahnung zum Gebet. Die christliche Ehe und Familie in der heutigen Welt authentisch zu leben ist eine Herausforderung, aber sie ist machbar. Mit Hilfe von „Die Freude der Liebe“ können Familien stärker werden, und das wird auch die Gemeinschaft der Kirche stärken.

„Inklusivität“ grenzt Kirche aus

Der „Scottish Catholic Observer“ kritisiert eine kirchenfeindliche Politik zugunsten sexueller Minderheiten:

Führende schottische Politiker sind bereit, große Zugeständnisse an winzige Minderheiten homosexueller und transsexueller Menschen in unserem Land zu machen, zum Schaden [...] der christlichen Erziehung. Staatlich geförderte katholische Schulen sind von den Gesetzen unseres Landes geschützt als Antwort auf [...] die Wunde religiöser Differenzen in unserem Land. Das Bild vom modernen, progressiven Schottland, das uns verkauft wird, wird auf der Grundlage der Stärke seiner Inklusivität vermarktet. Wie kann Schottland sich jedoch als inklusiv rühmen, wenn der sogenannte Fortschritt auf Kosten der Ausgrenzung von Religion und gläubiger Menschen geschieht? Man kann nicht zur sogenannten Gleichheit gelangen, indem man [...] die Kirche ins Abseits drängt.