Presse: Anstieg antisemitischer Gewalt

„La Croix“ kommentiert den Mordanschlag im Jüdischen Museum in Brüssel:

Die Tat wirft ein grelles Licht auf den Anstieg antisemitischer Gewalt. Das ist ein schrecklicher Befund gerade zu dem Zeitpunkt, an dem die Welt sich anschickt, den 70. Jahrestag der Landung der Alliierten zu begehen, die die Niederlage von Nazi-Deutschland einläutete! Es macht wütend und ängstlich zu sehen, dass Mitbürger ermordet werden, nur weil sie der jüdischen Gemeinschaft angehören.

Scheidungsgesetz verwirrt Menschen

In Mailand kritisiert die Tageszeitung

„Avvenire“ den Parlamentsbeschluss zur Ehescheidung im Schnellverfahren:

Ein Gesetz genügt nicht, um die Gewissen zu bilden. Aber ein Gesetz ist mehr als genug, um sie zu verwirren. Das Ja des Abgeordnetenhauses zur Scheidung im Schnellverfahren ist kein Grund zum Jubeln. Eine Trennung in nur sechs Monaten. Eine zivile Errungenschaft, wie die meisten Kommentatoren schreiben? Wir sind überzeugt vom Gegenteil. Eine Politik, die darauf ausgerichtet ist, die Ehe zu verwässern und ihr Bild zu verdunkeln vor den Augen junger Menschen, die vor dieser wichtigen Lebensentscheidung stehen, lässt die ganze Gesellschaft zersplittern. Sie wird schizophren, ist immer weniger in der Lage, ihre eigenen Grundlagen in sich selbst zu finden. Wollen unsere Politiker das wirklich? Welche Wurzeln hat eine Gesellschaft, wenn nicht die auf die Ehe zwischen Mann und Frau gegründete Familie?

Kirche ist wahrhaft „Mater et Magistra“

Das US-amerikanische „Crisis Magazine“ fordert von den Bischöfen klare Stellungnahmen zum Thema Leben und Liebe:

Ist es nicht an der Zeit, dass alle Bischöfe sich erheben und deutlich sagen, was die Kirche zum Thema Leben und Liebe sagt und durch welche Sanktionen sie deutlich macht, wie wichtig dieser Glaube ist? Wie soll die Welt an Christus glauben, wenn seine Braut, die Kirche, nicht einmal ihr eigenes Haus in Ordnung hält? Warum sonst nennt man sie „Mater et Magistra“ – um das schöne Wort Johannes' XXIII. aufzugreifen? Sie wird so genannt, weil sie von Gott erwählt ist, die Menschheit zu ihm zurückzuführen, und darf daher nicht davor zurückschrecken, uns die Gefahren vor Augen zu halten, denen wir ausgesetzt sind, wenn wir nicht auf sie hören.

Unermüdlicher Prediger

Zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel schreibt „The Catholic Herald“ über den heiligen Franz von Sales:

Das Apostolat des heiligen Franz von Sales war sehr erfolgreich, erforderte jedoch zahlreiche Opfer. Als er die Einwohner des Chablais vom Calvinismus zum katholischen Glauben zurückführen wollte, wurde er manchmal „aus seiner Unterkunft geworfen und musste auf offener Straße übernachten. Oft feierte er die Messe in leeren Kirchen oder die Gemeinde kehrte seiner Predigt den Rücken…“ Leere Kirchen? Katholiken, die beleidigt sind, weil man ihre liberale Haltung korrigiert? Das klingt vertraut; wir brauchen in unserem Land mehr Bischöfe wie Franz von Sales.