Minsk

Ostukraine: Bruch der Waffenruhe

Die Waffenruhe in der umkämpften Ostukraine wird nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) immer häufiger verletzt

Die Waffenruhe in der umkämpften Ostukraine wird nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) immer häufiger verletzt. „Ich bedauere zu sagen, dass ich keine positive Bewertung für die Einhaltung des Waffenstillstands geben kann“, teilte OSZE-Unterhändler Martin Sajdik in der Nacht zu Mittwoch in Minsk mit. Die OSZE hatte sich dort mit Vertretern der Ukraine, Russlands und der von Moskau unterstützten Separatisten zu Verhandlungen über die Sicherheitslage im Kriegsgebiet getroffen.

Thema war auch der Abzug von Soldaten und bewaffneten Separatisten bei den Ortschaften Petriwske und Solote von der Frontlinie. Erste Schritte für diesen als „Entflechtung“ bezeichneten Prozess waren in der vergangenen Woche gescheitert. Die Konfliktparteien hätten sich bislang noch auf keinen neuen Termin dafür einigen können, sagte Sajdik.

Ziel ist es, durch einen beiderseitigen Rückzug von der Frontlinie um jeweils einen Kilometer schrittweise eine entmilitarisierte Zone zu schaffen. Prorussische Separatisten und ukrainische Regierungstruppen stehen sich an einer mehr als 400 Kilometer langen Front gegenüber.

DT/dpa