Gastkommentar: Engagement soll belohnt sein

Von Kathrin Behr

Bis heute sind die Betroffenen von Zwangsadoption nicht als Opfer des Unrechtsstaates DDR anerkannt – und noch immer kämpfen sie um ihre Rehabilitierung. Interessanterweise wurden bis heute DDR-Zwangsadoptionen nicht historisch aufgearbeitet. Und leibliche Eltern suchen noch immer ihre Kinder.

Nun ist unser Verein OvZ-DDR e.V. (Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen) für den Deutschen Engagementpreis nominiert und mit Ihrer Hilfe können wir den 1. Platz erreichen. Im Moment stehen wir auf dem 7. Platz von insgesamt 400 nominierten Projekten.

Es werden noch mindestens 5 000 Stimmen beim Online-Voting für den Publikumspreis benötigt. Daher zählt bis zur Deadline am 31. Oktober 2015 jede Stimme! Auf unserem Internetportal ovz-ddr.de kann man sich über unsere gesamten ehrenamtlichen und politischen Aktivitäten informieren, um sich einen kleinen Einblick zu verschaffen, was wir bisher geleistet haben, um das Thema DDR-Zwangsadoptionen in die Öffentlichkeit zu bringen. Dies war nur möglich, weil wir fleißige Helfer an unserer Seite haben. Ihnen gebührt ein großer Dank.

Wenn wir den Publikumspreis, Dank Ihrer Unterstützung und Gottes Segen gewinnen, werden wir das Preisgeld zur Finanzierung eines Theaterstückes zum Thema DDR-Zwangsadoption benutzen. Möglicherweise fragen Sie sich, warum ausgerechnet ein Theaterstück? Das hat mehrere Gründe. Zum einen wird das Theaterstück von Betroffenen selbst entworfen und teilweise gespielt. Zum anderen wollen wir zeigen, dass politische Aufarbeitung auch kreativ sein kann. Die Tränen der Verzweiflung und der Trauer von Betroffenen sind bis heute nicht versiegt. Diese haben noch nicht einmal ein Recht zu erfahren, was damals über sie in den Akten dokumentiert wurde. Diese komplexe Thematik wollen wir eben durch ein Theaterstück dem Publikum nahebringen. Und wer nicht bei der Aufführung dabei sein kann, soll hinterher die Möglichkeit bekommen, eine DVD davon zu erwerben.

Für Ihre Stimmabgabe benötigen Sie nur zwei Minuten Zeit – wenige Klicks und die anschließenden Bestätigung Ihrer Email-Adresse. Für Sie ist es nur ein kleiner Zeitaufwand – der für unsere weitere ehrenamtliche Arbeit eine große Wirkung hat. Falls Sie nach Ihrem Voting keine E-Mail erhalten haben sollten, kontrollieren Sie bitte auch Ihren Spam-Ordner. Vielen Dank!

Die Autorin, selbst Opfer von DDR-Zwangsadoption, engagiert sich heute für andere ebenfalls Betroffene