Bischof Mixa verteidigt Rede bei AfD-Empfang

Der ehemalige Bischof des Bistums Augsburg Walter Mixa scheut nicht den Diskurs mit der AFD.

Augsburgs Ex-Bischof Mixa
Der emeritierte Bischof von Augsburg: Walter Mixa. Foto: dpa

Würzburg (DT) Der emeritierte Augsburger Bischof Walter Mixa (77) hat seine Rede beim Neujahrsempfang eines AfD-Stadtrats in Stuttgart verteidigt. Gegenüber dieser Zeitung sagte Mixa am Dienstag: „Als Mann der Kirche will ich mit allen politischen Parteien im Gespräch sein, die mich darum bitten. Die Kirche sollte ein Gesprächsangebot nie ausschlagen. Sicher gibt es in der AfD aus katholischer Sicht auch problematische Positionen. Die gibt es in Fragen etwa des Schutzes des ungeborenen Lebens in anderen Parteien auch. Nur im Rahmen eines offenen und direkten Gesprächs hat man aber die Gelegenheit zur Korrektur.“

Islamische Bauten können zur Islamisierung Europas beitragen

Mixa hielt am Donnerstag vergangener Woche (10. Januar) auf Einladung des Stadtrats Eberhard Brett im Stuttgarter Rathaus einen Vortrag zum Thema „Der Islam: Eine Herausforderung?“. Dabei betonte der Bischof, dass er das Glaubensbekenntnis der Muslime respektiere. Es müsse Muslimen auch erlaubt sein, in Deutschland Moscheen zu errichten. Allerdings sollte im Gegenzug auch der christliche Kirchenbau in islamischen Ländern möglich sein. Zudem sollten die Muslime auf repräsentative Bauten verzichten, die den Willen zur Islamisierung Europas ausdrückten. „Europa hat christliche Wurzeln und kann und darf nicht islamisiert werden“, so Mixa.

Bischof Mixa warnt vor Gewaltpotenzial 

Der Bischof warnte zudem vor dem Gewaltpotenzial, das im Islam stecke. „Der Islam hat die Perspektive, dass man die töten kann, die sich ihm nicht unterwerfen.“ Muslime in Deutschland hätten sich aber an Artikel 1 des Grundgesetzes auszurichten, wonach alle Menschen gleich an Würde seien und entsprechend geachtet werden müssten.

Gespräche mit Parteien werden grundsätlich geführt

Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz Matthias Kopp teilte auf Anfrage dieser Zeitung bezüglich des Verhältnisses von AfD und Bischofskonferenz mit, dass der Umgang mit politischen Parteien in erster Linie Aufgabe der katholischen Büros der Bistümer auf Länderebene und des Kommissariats der deutschen Bischöfe auf Bundesebene sei. „Grundsätzlich werden Gespräche mit den in den Parlamenten vertretenen Parteien geführt, sofern hierfür Anlässe bestehen oder darum gebeten wird. So hat etwa auf Bitte der Parteigliederung Christen in der AfD ein Gespräch mit dem Kommissariat der deutschen Bischöfe stattgefunden“, so Kopp.

Einladung des kirchenpolitischen Sprechers der AFD umstritten

Die katholische Kirche in Deutschland diskutiert immer wieder über den Umgang mit der AfD. So blieb die Einladung des kirchenpolitischen Sprechers der Bundespartei zum Katholikentag nach Münster vergangenes Jahr bis zuletzt umstritten.