Würzburg

Zahl der Woche vom 25. Juli 2019

In den meisten Staaten der Welt gibt es ein gesetzliches Mindestalter für die Beschäftigung gegen Geld. Dnnoch ist Kinderarbeit noch immer ein gewaltiges Problem.
Ein Kinderarbeiter aus dem Kongo auf einer Baustelle
Foto: Colin Delfosse / UNHCR (UNO-Flüchtlingshilfe e.V.) | Auch wenn immer mehr Staaten dagegen vorgehen, ist Kinderarbeit noch immer ein weltweites Problem.

152

152 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und 17 Jahren gehen weltweit einer ausbeuterischen Arbeit nach. Einer aktuellen Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge wird jedes zehnte Kind seiner elementaren Rechte und Chancen beraubt. Fast die Hälfte der Kinderarbeiter – 73 Millionen – leidet unter Arbeitsbedingungen, die gefährlich oder ausbeuterisch sind wie zum Beispiel in Eisenerz-, Silber- oder Goldminen in Burkina Faso, Bangladesch, der Elfenbeinküste oder Indien.

Die meisten Kinder arbeiten in der Landwirtschaft (70,9 Prozent), in der Industrie (11,9 Prozent) und als Hilfskräfte im Dienstleistungsbereich (17,2 Prozent). Dabei muss unterschieden werden zwischen normalen Aufgaben wie beispielsweise im Haushalt helfen, also zwischen legaler Beschäftigung und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen. Für legale Beschäftigung haben die meisten Staaten per Gesetz ein Mindestalter von 14 bis 16 Jahren festgelegt. In Deutschland liegt das Mindestalter bei 15 Jahren.

Lesen Sie auch:

Zu den „schlimmsten Formen der Kinderarbeit“ zählen die Vereinten Nationen (ILO-Konvention Nr. 182 von 1999): Sklaverei und sklavenähnliche Abhängigkeiten, Zwangsarbeit einschließlich des Einsatzes von Kindersoldaten, Kinderprostitution und Kinderpornografie, kriminelle Tätigkeiten wie den Missbrauch von Kindern als Drogenkuriere sowie andere Formen der Arbeit, die die Sicherheit und Gesundheit der Kinder gefährden können. Fast alle Staaten der Welt haben sich auf das Ziel geeinigt, jegliche Form der Kinderarbeit, angefangen mit der gerade beschriebenen schlimmsten Form, bis zum Jahr 2025 vollständig abzuschaffen.

DT/mee

Weitere Artikel
Nicht nur in der Weihnachtsgeschichte steht es im Mittelpunkt, sondern auch in der Welt von heute: Wenn Christen zeigen, warum sie ihre Jüngsten lieben, zeigen sie der Welt, dass der Mensch ...
23.12.2021, 21  Uhr
Guido Horst
Studien belegen, dass der Kindesmissbrauch zunimmt. Regula Lehmann von der „Elterninitiative Sexualerziehung Schweiz“ erklärt  die Gründe für die Zunahme und was Eltern tun können
27.06.2022, 13  Uhr
Franziska Harter
Themen & Autoren
Kindesmissbrauch Sklaven UNO Verbrechen und Kriminalität Zahl der Woche

Kirche

Auch für die Ukraine kann man das Undenkbare denken. Die Liturgie und der Papst, der Umbau der Gesellschaft und eine Philosophie des Weines finden sich in der neuen Ausgabe der Tagespost.
06.07.2022, 17 Uhr
Redaktion
Eine Franziskanerinnenkongregation aus Kamerun ist bereit, ins Berliner Kloster St. Gabriel einzuziehen. Dadurch würde die Umwidmung der Anlage für säkulare Zwecke verhindert.
06.07.2022, 14 Uhr
Vorabmeldung
Der heilige Anselm von Canterbury (1033–1109 wollte die Vernünftigkeit des Glaubens der Kirche erweisen. 
06.07.2022, 07 Uhr
Marius Menke
Der vom Synodalem Weg geplante Synodale Rat stößt auf dezidierte Kritik. Laut Kardinal Kasper zerstört ein solches Gremium die Struktur, „die Christus für seine Kirche gewollt hat“.  
05.07.2022, 10 Uhr
Dorothea Schmidt