Beim Namen genannt am 17. Januar 2019

Beim Namen genannt

Der bayerische Grünen-Abgeordnete Markus Ganserer hört nun auf den Namen Tessa Ganserer. Ganserer (41) ist, wie der „BR“ berichtet, die „erste transsexuelle Abgeordnete in einem deutschen Landesparlament“. Ganserer müsse allerdings noch eine einjährige „Probezeit“ als Frau bestehen. Nach einem Gespräch mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) sagte Ganserer: „Ich gehe wahnsinnig erleichtert und mit großer Freude in das Parlament und somit auch in ein neues Leben. Endlich mit der Geschlechtsidentität, die ich schon so lange wahrnehme und deshalb ist das ein super Start in ein super tolles Leben.“

Der langjährige Leiter der Regensburger Domspatzen und Bruder des Emeritus-Papstes, Georg Ratzinger, kann sich eine Frau als Chefin des weltberühmten Chores nicht so recht vorstellen. Gegen Ende des Jahres soll es einen neuen Domkapellmeister oder eine Domkapellmeisterin geben. „Meine ganz persönliche, vielleicht altmodische Meinung ist die, vor so viel Buben und jungen Männern ist's doch besser, wenn ein Mann dem Chor vorsteht“, sagte der frühere Regensburger Domkapellmeister der Bischöflichen Pressestelle in Regensburg.

Die Äußerungen des früheren Handballers Stefan Kretzschmar über mangelnde Meinungsfreiheit in Deutschland haben eine große Debatte ausgelöst. Der frühere Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier sagte der „Bild“-Zeitung: „Die Meinungsfreiheit ist eines der wichtigsten Grundrechte unserer Verfassung. Und ich sehe sie nicht in Gefahr.“ Schauspieler Til Schweiger gab Kretzschmar „total recht“. Kretzschmar hatte dem Portal T-Online gesagt, es sei heute nur noch „mainstreampolitische Meinung“ gefragt. Wer sich „gesellschaftskritisch oder regierungskritisch“ äußere, bekomme „sofort jedes Wort vorgeworfen“. Unterdessen kritisierte er am Montag auf „Zeit-Online“ eine politische Instrumentalisierung seiner Äußerungen.

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