Tagesposting

„Was ist eine Frau?“

Wenn man hartnäckig nachfragt und akademische Gender-Theoretiker bittet, eine klare Definition zu formulieren, wird es schwierig. Ein Afrikanischer Nomadenstamm hat da weniger Probleme
Dayanas neues Leben
Foto: Giuseppe Palacino (dpa) | Dayana besteht darauf, eine Frau zu sein. Geboren wurde Dayana als männlicher Menschen. Was aber ist eigentlich eine Frau? Die westliche Welt tut sich mit einer vernünftigen Antwort schwer.

Seitdem der norwegische Komiker und Filmemacher Harald Eia mit „Gehirnwäsche“ eine ganze Nation zum Lachen über die Gender-Hysterie und zur Vernunft brachte, hat niemand die LGBTQI-Community so nachhaltig provoziert, wie der amerikanische Journalist Matt Walsh. Sein Dokumentarfilm „What is a Woman?“ ist gerade der Hit bei jungen Leuten, die sich in Horden die Anderthalb-Stunden-Doku reinziehen und sich mal entgeistert, mal mit brüllendem Gelächter „One man's journey to answer the question of a generation“ hingeben.

„Längst ist die Lehre von der freien Wahl des Geschlechts
in CDU-Koalitionsverträge eingewandert.
Einer Partei also, die sich in Sachen jung & trendy
nur noch von der synodalkatholischen Kirche überholen lässt“

Was ist eine Frau? Der knochentrockene Matt Walsh reist durch die Vereinigten Staaten, um mit allen möglichen Leuten zu sprechen und ihnen am Ende eine bierernste Frage zu stellen: „Was ist eine Frau?“ Ärzte, Familientherapeuten, Genderwissenschaftler, Psychiater und Psychologen, ein nackter Freak in San Francisco, ein Chirurg, der geschlechtsangleichende Operationen durchführt – fast alle stottern sie herum, erröten, schwadronieren, als könnte man diese einfache Frage nicht beantworten.

Schließlich begibt sich Matt Walsh („A global search for the truth“) nach Afrika, zu den Massai, die allergrößten Spaß daran haben, dass der Bärtige mit dem Pokerface sich mit einem weisen Stammesältesten über nicht-binäre Identitäten unterhält und unbedingt wissen will: Was ist eine Frau? So etwas Verrücktes! Das wissen doch alle!

Es bedarf des Mutes, sich gegen diese Mode zu stellen

 

 

Die Antwort aus dem Biologiebuch – ein Mensch mit zwei x-Chromosomen – scheint aber so unmöglich zu sein, dass man sie nur noch unter vorgehaltener Hand oder in der „Tagespost“ äußern kann, aber nicht mehr an der Berliner Humboldt-Universität. „Ich glaube“, sagt Matt Walsh, „dass die Gender-Ideologie besiegt werden kann, weil sie keiner Überprüfung standhält. Alles, was es also braucht, ist ein bisschen Mut, ihr ins Gesicht zu sehen und ein paar grundlegende Fragen zu stellen.“

Mut braucht es in der Tat. „Wenn demnächst die vierzehnjährige Martina mit Max angesprochen werden will“, sagt mir ein junger Lehrer, „kündige ich. Ich ertrage das Verbrechen an den Kindern nicht.“ Längst ist die Lehre von der freien Wahl des Geschlechts in CDU-Koalitionsverträge eingewandert. Einer Partei also, die sich in Sachen jung & trendy nur noch von der synodalkatholischen Kirche überholen lässt, die schon lange die Dekonstruktion von Mann und Frau in ihr Credo eingebaut hat. Wie zumeist trifft es die Schwächsten zuerst.

Im Namen einer Idee hormonell und chirurgisch geschädigt

Dieses Mal sind es Mädchen in der Pubertät, die dem medialen Hype, den die Trans-Lobby entfacht hat, auf den Leim gehen. Sie wollen „selbstbestimmt“ agieren, wollen Hormone und chirurgische Eingriffe, die sie irreversibel beschädigen. In England, wo man gerade wach wird, verzeichnete man bei pubertierenden Mädchen zuletzt einen Anstieg der Zahlen um 5 000 Prozent. Matt Walsh: „Ihr seid alle Kinderschänder. Ihr beutet beeinflussbare Kinder aus und indoktriniert sie in eurem verrückten ideologischen Kult, einem Kult, der viele fanatische Ansichten vertritt, aber keine ist so geistesgestört wie die Idee, dass Jungen Mädchen und Mädchen Jungen sind.“

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