Toronto / Berlin

Das Geheimnis von Rom

Papst Benedikt XVI. zum Rücktritt bewogen? Netflix stellt "Die zwei Päpste" in Toronto vor.
Filmtipp: "The Two Popes"- Filmszene mit Anthony Hopkins und Jonathan Pryce
Foto: BBC America | Das erste von „Netflix“ veröffentlichte Bild aus dem Spielfilm „The Two Popes“: Frustriert über die Richtung der Kirche bittet Kardinal Bergoglio (Jonathan Pryce) 2012 Papst Benedikt (Anthony ...

Auf dem Internationalen Filmfestival Toronto „tiff“, das vom 5.–15. September in der kanadischen Stadt stattfindet, soll als „Sonderpräsentation“ die 125-minütige Netflix-Eigenproduktion „The Two Popes“ uraufgeführt werden. Regie führt der bekannte brasilianische Regisseur Fernando Meirelles. Die Hauptrollen spielen die walisischen Charakter-Schauspieler Anthony Hopkins als Benedikt XVI. und Jonathan Pryce als Kardinal Bergoglio/Papst Franziskus.

Das „tiff“ (Toronto International Film Festival) hat bislang lediglich eine ganz knappe Beschreibung des Films auf seine Homepage gesetzt: „Im Jahre 2013 diskutieren der progressive neue Papst Franziskus und der konservative scheidende Papst Benedikt in diesem überraschend lustigen Kammerspielstück des Oscar-nominierten Direktors Fernando Meirelles über den besten künftigen Weg für die katholische Kirche.“

"Eine persönliche Geschichte"

Der Online-Streamingdienst Netflix macht in einer Pressemitteilung genauere Angaben: Regisseur Fernando Meirelles und Drehbuchautor Anthony McCarten „erzählen eine persönliche Geschichte auf dem Hintergrund eines der dramatischsten Machtwechsels der letzten 2000 Jahre. Frustriert über die Richtung der Kirche bittet Kardinal Bergoglio (Jonathan Pryce) im Jahre 2012 Papst Benedikt (Anthony Hopkins) um seinen Rücktritt. Statt den Rücktritt anzunehmen, ruft der introvertierte Papst Benedikt seinen härtesten Kritiker und zukünftigen Nachfolger nach Rom, um ihm ein Geheimnis zu enthüllen, das die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttern würde. Hinter den Mauern des Vatikans beginnt ein Kampf zwischen Tradition und Fortschritt, Schuld und Vergebung. Denn diese beiden sehr unterschiedlichen Männer stellen sich ihrer Vergangenheit, um eine gemeinsame Basis zu finden, und eine Zukunft für eine Milliarde Anhänger auf der ganzen Welt zu gestalten.“ Angesichts einer solchen Inhaltsangabe darf man als katholischer Zuschauer eher mit recht gemischten Gefühlen auf den Film gespannt sein.

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