Weltbild gestärkt nach Verkaufsverzicht der Kirche

Weltbild-Geschäftsführer Carel Halff rechnet damit, dass die kirchlichen Eigentümer seines Unternehmens dauerhaft auf einen Verkauf verzichten. „Ich gehe davon aus, dass das eine stabile Entscheidung ist“, kommentierte Halff am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) einen Beschluss der Weltbild-Gesellschafter vom Vorabend. Diese hatten in den vergangenen neun Monaten über eine Unternehmensberatung Verkaufsoptionen prüfen lassen. „Für uns ist wichtig, dass wir uns in der Finanz- und Wirtschaftskrise auf unsere Eigentümer verlassen können“, so der Geschäftsführer. Die Unternehmensgruppe gehört 14 deutschen Bistümern und der Katholischen Soldatenseelsorge Berlin. Beim vor wenigen Tagen verkündeten Verkauf seiner Anteile am niederländischen Internethändler bol.com habe Weltbild einen „sehr guten Preis“ erzielt, sagte Halff. Damit stünden nun genügend Mittel für die Umstrukturierung des Konzerns zur Verfügung. Zugleich relativierte Halff die Bedeutung der Debatte um das katholische Profil von Weltbild. Über die Ausrichtung des Sortiments gebe es einen ständigen Dialog mit dem Aufsichtsrat. Über einzelne Titel wie „Harry Potter“, der nach Meinung mancher kirchlicher Kreise Kinder zu Zauberei und Dämonenglauben verführt, sei zwar breit diskutiert worden, räumte der Manager ein. Es habe aber nie eine Direktive der Eigentümer gegeben, die Bände aus dem Programm zu entfernen. Die Kunden seien mit dem Angebot sehr zufrieden. DT/KNA

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