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Klarer Kurs, Katholischer Journalismus
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Vernunftkult und Selberdenken

Egal, ob während der Epoche der Aufklärung oder im gegenwärtigen Social-Media-Zeitalter: Die eigene Vernunft zu feiern bedeutet noch längst nicht, sie zu haben.
Das Fest der Göttin der Vernunft in Paris 1793
Foto: IMAGO/H.Tschanz-Hofmann (www.imago-images.de) | „Dies, o Nationalkonvent, du Wunder der Welt, dies ist unsere neue Gottheit, die Göttin der Vernunft, sie allein würdig unserer Verehrung. Sie wollen wir fortan anbeten.“

1793 führte in Paris das Revolutionstribunal das „Fest der Vernunft“ ein. Aus der Kathedrale Notre-Dame wurde ein „Tempel der Vernunft und der Freiheit“. Die Vernunft wurde als Göttin verehrt, dargestellt von einer Frau. Der Historiker Thomas Carlyle schildert den Kult: „Demoiselle Candeille von der Oper, eine schön anzuschauende Frau, wenn sie gut geschminkt ist, wird auf tragbarem Thron schulterhoch hereingetragen, mit roter wollener Nachtkappe angetan, azurblauem Mantel, mit Eichenlaub bekränzt, in ihrer Hand die Pike des Jupiters haltend. So segelt sie herein, begleitet von weißen jungen Frauen mit trikolorem Gürtel. Die Welt gebe wohl acht!

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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