Positive Signale der Branche

Die Leipziger Buchmesse setzt optimistisch auf Bildung und Belletristik. Von Sophia-Caroline Kosel

Nach zwei schwierigen Jahren hat sich die Lage der Buchbranche nach Beobachtung der Leipziger Buchmesse-Organisatoren wieder verbessert. „Es gibt aus unserer Sicht eine optimistische Grundstimmung“, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Wir haben wieder mehr Ausstellungsfläche verkauft und eine Reihe von Verlagen zurückgewonnen, auch aus dem Zeitungsbereich.“ Auf der Leipziger Bücherschau werden vom 17. bis 20. März über 2100 Aussteller und damit etwas mehr als vor einem Jahr erwartet. „Die Messe wird auf jeden Fall zulegen, das ist jetzt schon klar“, sagte Zille.

Eine ganze Reihe junger und unabhängiger Verlage kämen erstmals nach Leipzig. Nach einem Jahr Pause seien auch große Ratgeber- und Zeitschriftenverlage wieder dabei. „Bei den Musikverlagen, die 2010 erstmals einen eigenen Ausstellungsbereich hatten, gibt es einen deutlichen Zuwachs. Vor einem Jahr waren es 20 Verlage, nun haben sich 30 angekündigt“, sagte Zille. Die Messe setzt ihre Schwerpunkte seit Jahren in den Bereichen Belletristik, Sachbuch sowie Bildung/Kinder- und Jugendbuch. Jährlich erscheinen in Deutschland 90 000 Buch-Titel. „Wir bilden aber nicht den ganzen Buchmarkt in all seinen Facetten ab. Wir konzentrieren uns auf das Angebot für eine breite Leserschaft“, sagte der Buchmessedirektor. Während es auf der größten deutschen Buchmesse in Frankfurt alljährlich im Herbst vor allem um Geschäftsabschlüsse geht, ist die kleinere Schau im Frühjahr hauptsächlich ein Marketing- und Lese-Event. Eine Verbindung zwischen den beiden Literatur-Messen gibt es immer: Das Ehrengast-Land der Frankfurter Buchmesse stellt sich zuvor schon in Leipzig vor.

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