Neue Internetseite will „kreuz.net“ beerben

Das umstrittene Internetportal „kreuz.net“ hat möglicherweise einen Nachfolger. Das teilte der Koordinator der Initiative „Stoppt kreuz.net“, David Berger, am Samstag in Berlin mit. Die neue Seite „kreuz-net.info“ war nach der Veröffentlichung von ersten Medienberichten am Samstag jedoch teilweise nicht zu erreichen. Nach Angaben Bergers verbreitet sie ähnliche Inhalte wie das Anfang Dezember nach heftiger Kritik vom Netz gegangene Portal „kreuz.net“. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte dieses als grundgesetzwidrig eingestuft. Die Seite verbreitete immer wieder scharfe Polemik gegen Homosexuelle, Protestanten, die im Bundestag vertretenen Parteien, deutschsprachige Medien und katholische Theologen und Bischöfe sowie zahlreiche antisemitische Äußerungen. Die deutschsprachigen Bischofskonferenzen hatten sich mehrfach scharf von dem als „katholisch“ firmierenden Portal distanziert. Die neue Seite hat nach Angaben Bergers ihren Server in Deutschland und ein Impressum mit einer echten Person aus Österreich. Als Medieninhaber, Herausgeber und Redaktion wird dort ein „Mag. G. Schneeweiß-Arnoldstein“ in Wien angegeben. Laut Berger handelt es sich um einen Burschenschafter, der in der Vergangenheit unter anderem die radikale Seite www.couleurstudent.at verantwortet habe und durch „homophobe sowie antisemitische Ausfälle bekannt“ geworden sei. Der Theologe Berger ist Koordinator der Kampagne „Stoppt kreuz.net“, die der Bruno Gmünder Verlag und das Magazin „Männer“ (Berlin) initiiert haben. DT/KNA

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