Manche Ausstellungen zeigen nicht nur Kunst, im besten Fall Meisterwerke, sondern verändern die Perspektive auf ganze Epochen. Das gilt auch für „A la manera de Italia“ („Nach italienischem Vorbild“) im Madrider Prado-Museum. Denn gewöhnlich lässt man die Renaissance kunsthistorisch mit dem Quattrocento beginnen: mit Florenz, Brunelleschi, Donatello, Masaccio, Alberti, Zentralperspektive, Antikenstudium und einem neuen Menschenbild.
Morgendämmerung der Renaissance
Gold, Pigmente, Licht und Texturen: Der Prado zeigt, wie italienische Kunst des 14. Jahrhunderts in Spanien aufgenommen, verwandelt und eigenständig weiterentwickelt wurde – gegen das Klischee vom dunklen Mittelalter.
