Journalistenverband darf sich nicht katholisch nennen

Der Vatikan hat der Weltunion der katholischen Presse (UCIP) die Anerkennung als katholische Vereinigung gemäß dem Kirchenrecht entzogen. Die UCIP müsse ab sofort aus ihrem Namen das Adjektiv „katholisch“ streichen, heißt in einem Schreiben des päpstlichen Laienrates an die Spitze der Organisation, das jetzt bekannt wurde. Dies bestätigte Bernhard Sassmann gegenüber „Kathpress“, der bis zu dieser Entscheidung als UCIP-Präsident fungierte. Im Schreiben des päpstlichen Laienrates heißt es, dass die vom Vatikan bestätigten Statuten des Verbandes über einen längeren Zeitraum nicht eingehalten worden seien; daran habe sich auch nach persönlichen Gesprächen mit der UCIP-Leitung in Rom nichts geändert, so der Brief. Damit solle nicht die gute Arbeit von UCIP-Mitgliedern geschmälert werden, betont der Laienrat. Ausdrücklich werden die katholischen Journalisten ermuntert, ihre Arbeit für die Verbreitung der christlichen Botschaft im Pressebereich fortzusetzen. Der Laienrat verweist bei seiner Entscheidung auf Kanon 300 des Kirchenrechts, wonach sich kein Verein ohne Zustimmung der zuständigen kirchlichen Autorität die Bezeichnung „katholisch“ zulegen dürfe. Als die in diesem Fall zuständige vatikanische Behörde habe sich der Laienrat auch mit dem Staatssekretariat und dem Medienrat ins Einvernehmen gesetzt. Die kirchliche Anerkennung von Vereinen basiere auf der Beachtung der vereinbarten Statuten, deren nachgewiesene Nichtbeachtung zu einer Neuüberprüfung der Grundlagen führe, hieß es dazu im Vatikan. Konkret habe UCIP die in den Statuten geltenden Normen etwa für die Generalversammlungen und deren Tagesordnungen sowie für Personalentscheidungen nicht eingehalten, hebt der Laienrat in seinem dreiseitigen Schreiben hervor. DT/KAP

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