Würzburg

Internationale Zeitschriftenschau am 3. Januar

Schweden ohne Sicherheit
Internationale zeitschriftenschau

Schweden ohne Sicherheit

„Ich gehe nicht mehr an diese ,Orte ohne Sicherheit‘.“ Geäußert wurde dieser Satz, den man auch hierzulande vor allem von Frauen hört, von einer schwedischen Journalistin. Andy Ngo vom National Review sprach mit ihr anlässlich einer Reportage über „Schwedens Parallelgesellschaft“. Als „Orte ohne Sicherheit“ bezeichnet die schwedische Polizei Stadtviertel, in denen die Kriminalität grassiert und gesellschaftliche Parallelstrukturen mit der staatlichen Autorität konkurrieren. Pro Kopf der Bevölkerung habe Schweden die meisten Migranten ins Land gelassen. In einem einzigen Jahr fügte das nordeuropäische Land fast zwei Prozent seiner Bevölkerung hinzu. Die meisten Neuzugänge waren junge Männer. In den letzten Jahren wurde Schweden, das sich bislang durch eine sehr hohe Lebensqualität auszeichnete, zu einem Land der Bandenkriminalität, der Handgranatenanschläge und der Sexualverbrechen.

Ngo besuchte die Migrantenviertel Rosengaard und Nydala in der südschwedischen Stadt Malmö, die zu den 23 „besonders anfälligen“ Regionen in ganz Schweden gehören: „Manchmal kommen Rettungs-und Feuerwehrwagen hier nur mit Polizeischutz rein. Die verzweifelte Polizei hat schon Imame und Clanführer um Hilfe gebeten, wenn sie die Gewalt nicht eindämmen kann.“ Je näher Ngo seinem Ziel kam, umso mehr Kopftücher sah und umso weniger Schwedisch hörte er: „In Rinkeby waren junge Mädchen und sogar einige Babys sittsam mit Kopftüchern bekleidet. Die Cafés waren praktisch nur mit Männern besetzt, und ein Restaurant im Stadtzentrum bot durch einen Vorhang abgetrennte Sitzplätze an – für ,Familien‘, ein Euphemismus für Frauen.“ Schwedische Geschäfte wie H&M gab es hier nicht, stattdessen jedoch Kleiderläden, die islamische Gewänder, Hijabs und Gesichtsschleier (Niqabs) verkauften. Linke Parteien klebten Wahlkampfplakate, auf denen Politiker mit unübersehbarem muslimischen Hintergrund abgebildet waren. „Wie konnte Schweden, das doch eine wohlhabende und friedliche Nation war, von Kriminalität und Gewalt betroffene Parallelgesellschaften entwickeln?“, fragt Ngo. Zudem habe Schweden innerhalb einer Generation einen dramatischen demographischen Wandel durchgemacht. Den jüngsten Statistiken der Regierung zufolge hat fast ein Drittel der schwedischen Bevölkerung zumindest ein im Ausland geborenes Elternteil.

Auch ein Halal-Wandel in der Schweiz

Auch die symbolträchtige Schokoladenmarke der Schweiz „Toblerone“ wandelt sich. Die Schokolade mit der einzigartigen Form ist – laut Aussage der französischen Zeitschrift Valeurs Actuelles, die sich auf die schweizerische Tageszeitung „Blick“ beruft – seit einigen Monaten halal geworden. Damit wolle man einen größeren Verbraucherkreis ansprechen, ohne jedoch Werbung dafür zu machen. Der schweizerischen Presse zufolge fürchte die Tobleronegruppe Boykottaufrufe von Kunden, die verärgert über diese Umstellung seien. Obwohl der berühmte Schokoladenriegel sein Originalrezept behalten habe, „wird nunmehr jeglicher Kontakt mit Schwein oder mit Alkohol vermieden und Imame werden beauftragt, die Einrichtungen des Herstellers regelmäßig zu kontrollieren, um die Einhaltung der Halal-Richtlinien sicherzustellen“.

Mörderische Region für Frauen

Lateinamerika hat die höchste Mordrate auf der Welt. Wie das Wall Street Journal mitteilt, verzeichne die mörderischste Ecke der Region – das sogenannte nördliche Dreieck Mittelamerikas, einschließlich der Staaten El Salvador, Honduras und Guatemala – jährlich zehntausende Morde an jungen Männern, die sich gegenseitig erschießen, erstechen und ersticken. Jetzt wird diese Region auch für Frauen tödlich. Im kleinen El Salvador haben sich Morde an Frauen seit 2013 auf 469 im letzten Jahr verdoppelt. Die Todesrate pro 100 000 Frauen liegt hier mehr als sechsmal höher als in den USA, gefolgt von Honduras und Guatemala.

„Zeichen der Endzeit“?

Famille Chrétienne führte ein Gespräch mit dem kanadischen Schriftsteller Michael D. O'Brian, der in seinem neuesten Werk „Le Journal de la peste“ (englischer Titel „Apocalypse“) den Aufstieg eines neuen Totalitarismus im Westen anprangert. Im Interview beklagt der Autor eine umfassende Kulturrevolution: „Die Zeichen der Dekadenz sind Legion.“ Man könne „ihre Symptome in allen Künsten erkennen, besonders an der Verherrlichung der pervertierten Kunst, der Vergnügungsindustrie sowie der Macht der neuen Medien, das Bewusstsein zu kontrollieren und neu zu formatieren“. Diese Revolution finde in allen Ländern statt: „Zunächst die Neubestimmung der Sexualmoral, für die die Gender-Revolution ein deutliches Beispiel ist. Zudem der Anstieg der Todeskultur, dass man das Gute schlecht, und das Schlechte gut nennt und den Mord des Kindes im Schoß seiner Mutter eine Geste der Barmherzigkeit.“ Daher sei es für die Katholiken so entscheidend, „die Wahrheit zu verteidigen“. Wir müssten akzeptieren, „wie Jesus Zeichen des Widerspruchs zu sein“. Man habe den Eindruck, dass die Politik der westlichen Staatsmänner Macron oder auch Trudeau in Kanada zuweilen „Zeichen der Endzeit“ seien. Doch wir könnten den „Mächten des Bösen“ nicht aus eigener Kraft widerstehen. Wir müssten uns stärker an Christus wenden und ihn um seine Gnade bitten. Natürlich müssten wir „mit Bedacht unsere Kinder beschützen und formen“. Jesus habe uns nie Sicherheit versprochen: „Er verspricht uns ein erfülltes Leben, ein wahres Leben“, in dem es aber auch das Kreuz gibt. „Christus ist weder Pessimist noch Optimist, er ist ein sehr ausgeprägter Realist. Der Christ, der in Christus lebt, schaut die Finsternis unserer Zeit mit klarem Blick.“ In Kanada habe man es „tatsächlich mit dem Angriff auf die Familie“ zu tun. Weil sich der Staat Rechte aneignet, die nur ihr gehören. Und jetzt ist auch die Euthanasie völlig legal: „Jedermann kann euthanasiert werden, die Deprimierten, die Geisteskranken… Ich bin überzeugt, dass eines der Symptome des Totalitarismus ist, dass bestimmte Menschen weggeworfen werden.“ Ob Widerstand an Universitäten möglich ist? O'Brian: An zahlreichen katholischen säkularisierten Universitäten würde man im besten Fall der Zensur unterworfen, „wenn man von der Homosexualität gemäß der traditionellen Lehre der Kirche als einer Unordnung spricht“. Schlimmstenfalls würde man entlassen. Wenn ein Professor sagt, dass „die Homosexualität eine ungeordnete Entwicklung sei, doch dass wir die Menschen lieben müssen, die eine gleichgeschlechtliche Anziehung verspüren, so ist das die Wahrheit. Sie besitzen die gleiche Würde wie jeder andere Mensch und müssen mit Respekt behandelt werden. Doch wir haben auch die Pflicht, von der ungeordneten Natur des homosexuellen Aktes zu sprechen. Das ist die Wahrheit in der Liebe.“

DT/KS

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