Handschriften vor dem IS gerettet

Dominikanerpater Michael Najeeb restaurierte Kulturgut

In Frankreich wird die Hilfe für die irakischen Christen verstärkt, auch durch Information über das, was im Zweistromland geschehen ist. Kürzlich erzählte der irakische Dominikanerpater Michael Najeeb in Alencon über seine große Rettungsaktion für „Menschen und Manuskripte“ im Sommer 2014, wie die Stiftung „Pro Oriente“ berichtete. Unter Lebensgefahr verhalf der Dominikanerpater, der aus Mossul stammt und 1987 von dem 1996 als Märtyrer gestorbenen syrischen algerischen Bischof Pierre Clavierie zum Priester geweiht wurde, nicht nur zahlreichen christlichen Familien zur Flucht vor IS-Terroristen. Er rettete auch tausende wertvolle christlicher Handschriften, manche mehr als 1 000 Jahre alt, vor den Jihadisten. In Erbil reinigte und restaurierte Pater Najeeb die Schriften. Inzwischen hat er auch mit Studenten die Handschriften fotografisch und digital erfasst. – Die „Exodus & Hope“-Ausstellung der französischen Hilfsaktion „Fraternité en Irak“ für die mesopotamischen Christen in Paris in der Galerie des 7. Pariser Bezirks in der Rue de Grenelle zeigt mehr als 30 Werke von Flüchtlingen aus der Ninive-Ebene. Die Aktion möchte einen Beitrag leisten, „damit die Hoffnung der Vertriebenen durch die Präsentation ihrer Kunst wiederkehrt“. DT/KAP

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