Baden-Württemberg: Kein Ausbau des Ethikunterrichts

Der Ethikunterricht an den Schulen in Baden-Württemberg wird vorerst nicht ausgebaut. Die bildungspolitische Schwerpunktsetzung der grün-roten Landesregierung habe zur Folge, dass andere, ebenso wünschenswerte Reformprojekte erst zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden können, teilte das Kultusministerium auf eine Landtagsanfrage der CDU-Fraktion mit. „Hierzu zählt auch der schrittweise Ausbau des Ethikunterrichts“, erklärte Ministerialdirektorin Margret Ruep. Nach Berechnung des Ministeriums würden für ein flächendeckendes Unterrichtsangebot im Fach Ethik rund 900 Lehrerdeputate zusätzlich benötigt. Allerdings hatte die Grünen-Fraktion in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass im kommenden Schuljahr 1 000 Lehrerstellen gestrichen werden sollen. Zunächst seien die für den „Bildungsaufbruch“ im Land zentralen bildungspolitischen Vorhaben wie die Einführung der Gemeinschaftsschule, die Stärkung der frühkindlichen Bildung und Betreuung sowie der Ausbau schulischer Ganztagesangebote auf den Weg gebracht worden. DT/dpa

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