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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
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Endlich erwacht

Warum die „vernünftige“ Wirklichkeit die „narzisstischen Rationalitäten“ in die Knie zwingen wird.
"Dornröschen" tanzt
Foto: Georg Wendt (dpa) | Dornröschen ist erwacht: Nach langem Schlaf macht sie erste, noch etwas unsichere Schritte in einer neuen Realität. Einen ähnlichen Effekt scheint derzeit zu beobachten zu sein: Ideologen erwachen in in einer "neuen Welt", die vernünftige Entscheidungen einfordert.

Die Vernunft hatte es schon immer schwer. Molière beschrieb es treffend in „Der Menschenfeind“: „Der Mensch ist ein vernünftig Wesen, wer‘s glaubt, der ist nie Mensch gewesen.“ Trotzdem lernen die meisten Menschen nichts daraus. Es ist zum Verzweifeln. Vernunft, wo bist du? Doch was bedeutet überhaupt „vernünftig“ zu sein? Grundsätzlich bezeichnen wir jemanden als „vernünftig“, wenn er angemessene Ziele auf eine intelligente Weise verfolgt. Intelligenz und Angemessenheit sind somit Kernmerkmale von Vernunft. Warum nicht ausnahmslos Intelligenz? Ganz einfach. Einerseits kann Intelligenz nicht alleine bestimmen, was ein angemessenes Ziel ist oder nicht. Wertvorstellungen und persönliche ...

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