Glosse

Die Prophetin ist wieder da

Der neue Protest von Greta Thunberg richtet sich jetzt gegen die Modeindustrie. Damit hat sie es jetzt auf den Titel der „Vogue Scandinavia“ geschafft.
Klimaaktivistin Greta Thunberg
Foto: Armando Franca (AP) | Jetzt macht sie als Cover-Girl einer Modezeitung auf sich aufmerksam: Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Während der Grüne Anton Hofreiter seine Blümchen-Bilder in der Berliner Galerie pavlov's dog ausstellt, ziert die Klimaaktivistin Greta Thunberg das Cover der „Vogue Scandinavia“. Ja, sie ist wieder zurück nach langen Corona-Monaten, in denen sie nicht öffentlich über Klimasünder schimpfen konnte. Da sitzt sie nun auf dem Cover, in einer glücklichen romantischen Baumlandschaft, angelehnt an einen uralten dick bemoosten Baum und streichelt zaghaft eine Pferdenase.

Mit viel Stoff auf dem Titel

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Doch auf die Mode kommt es hier an, und da trägt sie einen Trenchcoat in Kimonoartiger Weite, der unglaublich viel Stoff und damit Rohstoff verbraucht hat. Schon lustig, dass sie damit gegen die Modeindustrie protestiert, die nicht klimagemäß agiere. Fast so wie damals bei ihrer angeblich klimagemäßen Segeltour nach New York, die mindestens sechs Flüge über den Atlantik kostete, weil der Segler von einer Crew wieder abgeholt werden musste, wie selbst die „taz“ bemerkte. Greta will keine Massenproduktion der Mode und leiht sich ihre Sachen von Bekannten, sagte sie gegenüber „Vogue“. Wie wird die Zeitschrift dann wohl zukünftig aussehen?

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