Vatikan verschärft Einbürgerungsgesetz

Vatikanstadt (DT/KNA) Der Vatikan hat den Erwerb der Staatsangehörigkeit für seine Bewohner eingeschränkt. Künftig genügt nicht mehr ein Wohnsitz auf dem 44 Hektar großen Territorium des Papstes, um automatisch die vatikanische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Das geht aus einem am Dienstag in Kraft getretenen Gesetz hervor, das die auf die Lateranverträge von 1929 zurückgehenden Bestimmungen neu fasst. Auch der Zutritt in den Vatikanstaat wird neu geregelt. Kirchliche Beschäftigte mit Wohnsitz im Vatikan erhalten nur noch dann einen vatikanischen Pass, wenn sie einen entsprechenden Antrag stellen. Bürgerrecht von Amts wegen genießen weiterhin die Kardinäle, die auf vatikanischem Staatsgelände oder in der Stadt Rom wohnen, sowie die Diplomaten des Heiligen Stuhls. Bislang besaßen alle im Vatikanstaat wohnenden Personen automatisch die vatikanische Staatsbürgerschaft. Als Zugangsberechtigung für päpstlichen Boden erhalten Angestellte und Mitarbeiter des Vatikan wie bisher einen Dauerausweis.

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