Schönstatt: Auftakt zum Jubiläumsjahr

Bewegung erwartet 10 000 Pilger zu Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen im Oktober
Foto: KNA | (v.l.n.r.) Pater Heinrich Walter, Generaloberer der Gemeinschaft, Erzbischof Robert Zollitsch, Kardinal Francisco Javier Errazuriz Ossa, Schönstatt-Pater und Mitglied des Kardinalsrates und Schwester Veronika ...
Foto: KNA | (v.l.n.r.) Pater Heinrich Walter, Generaloberer der Gemeinschaft, Erzbischof Robert Zollitsch, Kardinal Francisco Javier Errazuriz Ossa, Schönstatt-Pater und Mitglied des Kardinalsrates und Schwester Veronika ...

Vallendar (DT/KNA) Die katholische Schönstatt-Bewegung erwartet zu ihrer Jubiläumswallfahrt im Oktober gut 10 000 Pilger aus der ganzen Welt. Zu der Wallfahrt anlässlich des 100-jährigen Bestehens der geistlichen Gemeinschaft werden neben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) Repräsentanten aus Politik und Kirche erwartet, teilten die Organisatoren am Donnerstag in Vallendar bei Koblenz mit.

Die Wallfahrt in den Vallendarer Stadtteil Schönstatt findet vom 16. bis 19. Oktober 2014 statt. Eine weitere internationale Wallfahrt führt vom 23. bis 26. Oktober nach Rom.

Erzbischof Robert Zollitsch, Mitglied der Schönstatt-Bewegung, erinnerte an den Auftrag der Gemeinschaft. „Es ist das Gebot der Stunde, alles zu tun, um Ehepaare und Familien zu stärken“, erklärte Zollitsch. Nicht nur in Deutschland leiste die Schönstatt-Bewegung „Bemerkenswertes“. Die Bewegung sei von Laien getragen; das Miteinander zwischen ihnen und Priestern sei konstruktiv, so der Erzbischof. „Das ist zweifellos ein Beitrag zur Erneuerung der Kirche.“

Kardinal Francisco Javier Errazuriz Ossa, Schönstatt-Pater und Mitglied des Kardinalsrates, hob den Beitrag der Gemeinschaft an der von Papst Franziskus ausgerufenen Neuevangelisierung zur Verkündung der christlichen Botschaft in modernen Gesellschaften hervor. Schönstatt sei Vorreiter auf dem Gebiet der neuen kirchlichen Bewegungen, so Errazuriz weiter. Insbesondere in Lateinamerika sei die „Schönstattfamilie“ stark gewachsen und leiste dort einen wichtigen sozialen Beitrag.

Nach Ansicht des Generaloberen der Gemeinschaft, Pater Heinrich Walter, prägt die Bewegung auch die internationale und ökumenische Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen Gruppen. Gleichzeitig betonte er: „Wir kommen eher leise daher“. Die Bewegung wirke weniger durch missionarische Aktionen als durch pädagogische Arbeit. Die Schönstatt-Bewegung ist eine katholische geistliche Gemeinschaft mit bundesweit gut 20 000 Mitgliedern. Gegründet wurde sie 1914 vom Pallottinerpater Josef Kentenich (1885–1968). Im Zentrum der Gemeinschaft stehen die Verehrung der Gottesmutter Maria, eine intensive Frömmigkeit im Alltagsleben und eine engagierte Weitergabe des katholischen Glaubens.

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