ZdK dankt polnischen Bischöfen für Appell

Bochum (DT/KNA) Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist dankbar für das Nein einiger polnischer Bischöfe zu Forderungen nach deutschen Reparationszahlungen. Diese Stellungnahme sei „für uns Katholiken in Deutschland ein großes Hoffnungszeichen und auch eine Verpflichtung“, erklärte ZdK-Präsident Thomas Sternberg am Freitag in Bochum. Polens Regierungschefin Beata Szydlo und Mitglieder der Regierung hatten Reparationszahlungen aus Deutschland für im Zweiten Weltkrieg erlittenes Unrecht gefordert. Ein Gutachten für das polnische Parlament kam ebenfalls zu dem Schluss, dass Deutschland immer noch zu Kriegsreparationen verpflichtet sei. Dagegen hatten sich mehrere polnische Bischöfe gewandt und vor einer Stimmungsmache gegen Deutschland gewarnt. Kurz nach ihren polnischen Amtskollegen äußerten sich auch die deutschen katholischen Bischöfe besorgt über die aktuellen Spannungen im Verhältnis beider Länder. Sie verwiesen auf die jahrzehntelange Versöhnungs- und Friedensarbeit der Kirchen. Sie hätten daher „die Pflicht und das Recht, darauf hinzuweisen, dass diese Errungenschaften nicht aufs Spiel gesetzt werden dürfen“. Notwendig sei ein weiterer verantwortlicher Umgang mit diesen sensiblen Beziehungen. Die Bundesregierung betrachtet die Frage als abschließend geregelt. Polen habe 1953 auf weitere Forderungen verzichtet und dies mehrfach bestätigt.

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