Williamson-Prozess frühestens Mitte März

Regensburger Amtsgericht: Ob Traditionalistenbischof persönlich erscheint ist derzeit unklar

Regensburg (DT/KNA) Der Prozess gegen den britischen Traditionalisten-Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson wegen Volksverhetzung wird frühestens Mitte März vor dem Regensburger Amtsgericht stattfinden. Der genaue Termin soll noch im Januar bestimmt werden, sagte Justizsprecher Thomas Frick am Donnerstag auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR). Die Verhandlung ist nötig, nachdem Williamson im November über seinen Anwalt Einspruch gegen einen Strafbefehl über 12 000 Euro eingelegt hatte. Aufgrund des erwarteten Andrangs von Medienvertretern soll der Prozess im größten Sitzungssaal der Regensburger Justiz, im Schwurgerichtssaal des Landgerichts stattfinden. Ob Williamson persönlich erscheinen wird, ist nach Angaben von Frick derzeit unklar. Williamson hatte in einem Interview die Zahl der von den Nazis ermordeten Juden auf höchstens 300 000 beziffert und die Existenz von Gaskammern bestritten. Nach Veröffentlichung des Interviews wurde bei der Staatsanwaltschaft in Regensburg im Januar 2009 ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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