Köln

Carlo Acutis: Eine Ausstellung über den "Influencer Gottes"

Die Carlo-Acutis-Ausstellung über die eucharistischen Wunder der Welt kommt nach Köln. 
Seligsprechung von Carlo Acutis
Foto: Stefano Dal Pozzolo (Romano Siciliani) | Eine junge Frau hält ein Plakat mit der Aufschrift "Freunde von Carlo Acutis der Pfarrei Regina Pacis von Forli, Gruppe "Stimme Mariens" anlässlich der Seligsprechung von Carlo Acutis am 10. Oktober 2020 in Assisi.

Man nennt Carlo Acutis auch den Influencer Gottes. Was den jungen Seligen, der wie viele junge Menschen unserer Tage auf eine ganz natürliche Weise internetaffin war, bewegte, zeigt die Ausstellung über eucharistische Wunder, die auf seine Initiative hin entstand. Sie ist vom 16. bis zum 31. August in Köln zu sehen. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf das Zentrum des Glaubens. Genau dies hat Carlo Acutis in den letzten Monaten seines Lebens als sein Ziel angesehen: den Menschen dabei zu helfen, an die Gegenwart Jesu in der heiligen Eucharistie zu glauben und ihre Augen für das Wunder seiner Nähe zu öffnen.

Organisator ist die Initiative "Freunde von Carlo Acutis"

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Dass er dafür auf eine Zusammenstellung der 136 von der Kirche anerkannten eucharistischen Wunder zurückgriff, ist bemerkenswert. Denn in der Pastoral kommt hierzulande kaum jemand auf die Idee, dass junge Menschen sich für so etwas interessieren könnten. Aber das Engagement von Carlo Acutis, der von seinem elften Lebensjahr an mit Hilfe seiner Eltern alle Informationen über die 136 eucharistischen Wunder zusammentrug, die auf der Ausstellung in Köln zu sehen sein werden, deutet in eine andere Richtung. In St. Pantaleon wird in eindrucksvollen Bildern und Infotafeln präsentiert, was Carlo Acutis vielfach vor Ort recherchierte und an Informationen zusammentrug.

Die Ausstellung geht in Köln auf die Initiative der Vereinigung „Freunde von Carlo Acutis“ zurück. Auf die Frage, wie es zu ihrer Gründung kam, antwortet Christoph Smarzoch, der Mitorganisator der Ausstellung unserer Zeitung: „Seit Carlos Seligsprechung haben wir uns vor allem über das Internet gefunden. Wir sind Gläubige unterschiedlichen Alters, die von Carlos Leben und seinen Vorschlägen, wie man heilig werden kann, begeistert sind. Daraufhin gründeten wir in der Kölner Pfarrei St. Pantaleon die Gruppe in Anlehnung an den offiziellen italienischen Verein ,Amici di Carlo Acutis‘, den Carlos Freunde schon bald nach seinem Tod gegründet hatten. Im Dezember 2020 haben wir unsere Gruppe dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht. Seitdem laden wir jeden Montagabend dazu ein, mit uns am Abendprogramm der Kölner Pfarrei St. Pantaleon teilzunehmen mit der eucharistischen Anbetung, der Beichtgelegenheit, dem Rosenkranz und der heiligen Messe. Genau das, was Carlo so sehr geliebt und selber praktiziert hat. Gläubige aus verschiedenen Städten Deutschlands haben sich uns angeschlossen. In Absprache mit dem italienischen Verein haben wir eine Webseite erstellt (www.CarloAcutis.de) mit allen uns vorliegenden Informationen über Carlo und lassen gerade zwei Biografien über Carlo ins Deutsche übersetzen, die der Postulator seines Seligsprechungsprozesses, Nicola Gori, verfasst hat."

Die Ausstellung war bereits in Fatima, Lourdes und München

Die Ausstellung über eucharistische Wunder war bereits in Fatima, Lourdes, Santiago de Compostela und in Deutschland zuletzt in der Münchener Heilig-Geist-Kirche zu sehen. Geöffnet ist die Präsentation in der St. Pantaleonskirche täglich von 8 bis 21 Uhr – ausgenommen während der Gottesdienste und Gebetszeiten. Die Eröffnung erfolgt themengerecht mit einem Gebetsabend am 16. August ab 17 Uhr mit dem Kemptener Pfarrer Tobias Brantl, der ebenfalls zu den Freunden von Carlo Acutis zählt.

Acutis führte ein ganz normales katholisches Glaubensleben

Der junge Selige fasziniert Menschen aller Altersgruppen und ist dabei eines der großen Vorbilder für die Erneuerung der Kirche aus ihrer Mitte heraus zu werden, wie die Ausstellung über die Eucharistischen Wunder zeigt. „Carlo ist ein Jugendlicher unserer Zeit,“, sagt Christoph Smarzoch, „ein Junge mit seinen ganz normalen Schwächen, gegen die er ankämpfen musste, aber auch mit einer großen Freude am Leben, am Zusammensein mit seinen Freunden, begeistert an Computern und Technik, sehr aktiv und immer fröhlich und mit einer ganz normalen, aber tiefen Frömmigkeit, ohne außergewöhnliche Frömmigkeitsformen, die ihn unnahbar gemacht hätten. Seine große Liebe zu Jesus in der Heiligen Eucharistie und zur Muttergottes wirkten sich stark auf seinen Umgang mit seinen Mitmenschen aus. Humorvoll, unaufdringlich und sympathisch gewann er viele Menschen für den Glauben durch seinen selbstlosen und freudigen Einsatz für seine Nächsten, vor allem für die Armen, Benachteiligten, Obdachlosen und Drogenabhängigen. Er nannte die heilige Eucharistie seine Autobahn in den Himmel. Und dabei hat er ein völlig normales katholisches Glaubensleben geführt in einer ganz normalen Pfarrei und in den Ferien an seinem Lieblingsort Assisi: die heilige Messe, die Eucharistische Anbetung, die Beichte, der Rosenkranz, die Heiligenverehrung, die Freude an der Evangelisierung, die Freude, anderen zu helfen. Alles ganz normal katholisch. Das alles hat er vorbildlich gelebt.“

Dabei waren es oft die kleinen Gesten, die große Wirkung zeigten. Christoph Smarzoch erzählt: „Persönlich berührt hat mich auch folgende Begebenheit: Während des Kölner Weltjugendtags 2005 konnte Carlo selber nicht in Köln sein, hat aber alles am Fernseher verfolgt. Bei der Abendvigil mit Papst Benedikt und einer Million junger Menschen auf dem Kölner Marienfeld kniete sich Carlo dort in Italien bei der eucharistischen Anbetung gleichzeitig mit uns hin und betete mit uns zusammen Jesus in der Monstranz an.“
Eine besondere Freude ist für Smarzoch, dass eine Reliquie von Carlo während der gesamten Zeit der Ausstellung im Altarraum der Kirche verehrt werden kann.

https://carloacutis.de/ausstellung/

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