Weltjugendtag in Rio: Kreuzweg in Favelas

Vatikanstadt (DT/KNA) Beim Weltjugendtag 2013 im brasilianischen Rio de Janeiro soll der Kreuzweg auch durch ein Armenviertel der Stadt führen. Der Kreuzweg solle in die Lebenswelt Lateinamerikas gestellt werden, sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien, Kardinal Stanislaw Rylko, am Montag im Vatikan. Dazu gehöre als eine der größten Herausforderungen die Armut. Eine Station des Kreuzwegs solle sich mit einer Situation aus dem Alltagsleben der Favelas beschäftigen. Die große Kreuzweg-Zeremonie, bei der über das Leiden und Sterben Jesu meditiert wird, gehört zu den Höhepunkten der Weltjugendtage. Der Leiter des Laienrats, der die katholischen Großtreffen von vatikanischer Seite organisiert, kündigte zudem an, dass erstmals auch auf dem afrikanischen Kontinent ein Weltjugendtag stattfinden werde. Die Zeit dafür sei nun gekommen, sagte Rylko. Die afrikanischen Bischöfe suchten bereits mit dem Laienrat einen passenden Austragungsort, der den Sicherheits- und Kommunikationsanforderungen genüge. Einen konkreten Termin für ein solches Jugendtreffen nannte Rylko nicht. Der Weltjugendtag in Rio findet vom 23. bis 28. Juli 2013 statt. 17 000 freiwillige Helfer arbeiteten bereits an den Vorbereitungen, insgesamt würden 60 000 Helfer gebraucht, teilten die Organisatoren mit. Für das Treffen unter dem Motto „Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern“ werden derzeit per Ausschreibung Text und Melodie für die offizielle Hymne gesucht. Das WJT-Logo in den Farben der brasilianischen Flagge zeigt die berühmte Christus-Statue Rios in einem Herz. Die Internetseite www.rio2013.com bietet derzeit Informationen in drei Sprachen, weitere sollen folgen. Über die sozialen Netzwerke Twitter und Facebook folgen nach Veranstalterangaben mehr als 600 000 Menschen dem katholischen Jugendtreffen.

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