Vatikan bestätigt Strafe gegen Kirchenrebell

Kleruskongregation lehnt Klage gegen auferlegtes Redeverbot ab

Warschau (DT/KNA) Der in Polen als Kirchenrebell bekannte Priester Wojciech Lemanski (53) ist mit einer Beschwerde gegen das ihm auferlegte kirchliche Redeverbot gescheitert. Wie das Bistum Warschau-Praga mitteilte, bestätigte die vatikanische Kleruskongregation die Strafe. Ortsbischof Henryk Hoser hatte dem Gemeindepfarrer im Juli wegen Ungehorsam Äußerungen gegenüber Journalisten untersagt und ihn angewiesen, in ein Altersheim für Geistliche zu ziehen. Die Kleruskongregation urteilte nach Angaben des Bistums, Lemanski sei „ohne jeden Zweifel“ ungehorsam gewesen. Das belegten 208 vorgelegte Aussagen des Priesters unter anderem in Zeitungsartikeln und in seinem Blog. Über die Beschwerde Lemanskis gegen seine Abberufung als Leiter einer Pfarrei in Jasienica bei Warschau habe der Vatikan noch nicht entschieden. Erzbischof Hoser wirft Lemanski im Abberufungsdekret vor, die katholische Lehre zur Bioethik zu missachten. Der Priester war im Sommer zu einer Symbolfigur kritischer Katholiken in Polen geworden. Zahlreiche Pfarreimitglieder Lemanskis gingen für ihn auf die Straße.

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