Trappistenmord: Richter verlangt Dokumente

Paris (DT/KNA) Ein französischer Ermittlungsrichter hat drei französische Ministerien dazu aufgerufen, geheime Dokumente zur Ermordung von sieben Ordensmännern in Algerien 1996 zu übergeben. Die Entscheidung darüber müsse jetzt das Verteidigungsministerium treffen, berichtete der Rundfunksender „Europe1“ am Freitag unter Berufung auf Justizkreise. Angefragt worden seien das Außen-, das Verteidigungs- und das Innenministerium. Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte bereits im Juli die „volle Wahrheit“ über das Drama gefordert und erklärt, das Militärgeheimnis gelte in diesem Fall nicht. Die Justiz werde alle Dokumente erhalten, die sie anfordere. Zuvor hatte der französische General Francois Buchwalter ausgesagt, das algerische Militär habe die Trappistenmönche versehentlich bei einem Hubschrauberangriff auf eine Islamistenstellung getötet. Algier hatte dagegen immer behauptet, die islamistische Bewegung GIA habe die im April 1996 entführten Ordensleute gut einen Monat später enthauptet.

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