Theologe: Turiner Grabtuch ist Zeugnis der Auferstehung

Rom (DT/KNA) Nach Auffassung des Vatikan-Theologen Wilhelm Imkamp handelt es sich bei dem Turiner Grabtuch um ein authentisches Zeugnis der Auferstehung Christi. Das Leinen mit dem Abbild eines gekreuzigten Mannes sei allzu oft nur Ziel rein naturwissenschaftlicher Untersuchungen, kritisierte der Berater der vatikanischen Heiligsprechungs- und der Gottesdienstkongregation. Dabei handele es sich vielfach um „forensische Spielereien“, so der Prälat. „Der Neugier verhüllt sich das Antlitz weiterhin, der liebenden Öffnung zeigt es sich.“ Imkamp äußerte sich bei der Vorstellung des aktuellen Buches von Paul Badde am Dienstagabend in der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom. Die Publikation des deutschen Journalisten über „Das Grabtuch von Turin“ (Rezension auf Seite 12) stelle die richtigen Fragen und finde die richtigen Antworten, so Imkamp. Der Ansatz Baddes, auf eine eingehende Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Thesen zur Herkunft der Reliquie zu verzichten, biete einen Schlüssel zum richtigen Verständnis der Reliquie. Das Grabtuch von Turin wird nach zehn Jahren erstmals wieder vom 10. April bis zum 23. Mai öffentlich gezeigt. Am 2. Mai will Papst Benedikt XVI. die Reliquie aufsuchen.

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