Syrischer Patriarch Younan kritisiert Synode

Vatikanstadt (DT/KAP) Der in Beirut residierende syrisch-katholische Patriarch von Antiochien, Ignatius Joseph III. Younan, hat eine unzureichende Beteiligung von Familien an der Bischofssynode kritisiert. Es handle sich um eine „Synode für Bischöfe mit weiteren eingeladenen Zuhörern, aber das reicht nicht aus“, sagte der Patriarch am Donnerstag der Presseagentur Kathpress. Eine repräsentative Arbeitsgruppe aus Bischöfen der verschiedenen Kontinente, verheirateten Paaren, Jungen und Alten sowie Experten für Seelsorge und Kirchenrecht hätte zusammen mit dem Papst „eine bessere Arbeit leisten können“ als die Synode, so Younan. Er kritisierte auch die Länge der Synode. „Wir im Nahen Osten haben zu dringende Probleme, um drei Wochen lang unsere Pastoraltheologie zum Thema Familie zu überarbeiten.“ Die Frage des Umgangs mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen sei von den Medien aufgebauscht worden. In vielen Weltgegenden wie dem Nahen Osten, spielten sie keine große Rolle, so Younan weiter. Zudem sei dazu bereits alles gesagt, und dies müsse nicht wiederholt werden. Im Nahen Osten sei die Trennung von Familien durch Konflikte und Flucht ein viel größeres Problem, das aber nicht genug Raum bei der Synode erhalten habe, so der Patriarch.

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