Schadensersatz geregelt

Missbrauch: US-Erzbistum Milwaukee einigt sich mit Opfern

Milwaukee (DT/KNA) Die Erzdiözese Milwaukee hat sich mit den Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kirchenvertreter auf eine Schadenersatzregelung verständigt. Laut der am Dienstag (Ortszeit) getroffenen Vereinbarung erhalten 330 Betroffene insgesamt 21 Millionen US-Dollar (19 Millionen Euro) an Entschädigungszahlungen. Darüber hinaus verpflichtet sich das Erzbistum den Angaben zufolge, 500 000 US-Dollar (460 000 Euro) in einen Fonds einzuzahlen, der für therapeutische Maßnahmen bereitsteht. Im Gegenzug verzichten die Betroffenen auf Klagen gegen das Erzbistum. Erzbischof Jerome Listecki betonte, man werde „die Schmerzen und das Leiden der Missbrauchsopfer nicht vergessen“. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass alle Beteiligten nun ein neues Kapitel aufschlagen und nach vorn schauen könnten. Das Erzbistum hatte wegen der erwarteten Forderungen aus dem Missbrauchsskandal 2011 Insolvenz angemeldet und Fehler eingeräumt. Die Kosten des Missbrauchsskandals für die katholische Kirche in den USA belaufen sich laut unbestätigten Schätzungen insgesamt auf rund drei Milliarden US-Dollar.

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