Personalien

Francois-Xavier Dumortier (61), französischer Philosoph und Jesuit, tritt am Mittwoch, 1. September, seine neue Aufgabe als Rektor der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom an. Bislang war Dumortier Professor für Philosophie und philosophische Ethik an der Jesuiten-Hochschule Centre Sevres in Paris. Zugleich amtierte er dort 13 Jahre als Rektor. In Rom löst er den Jesuiten und Kirchenrechtler Gianfranco Ghirlanda (68) ab, der die Gregoriana seit 2004 leitete. Dumortier, am 4. November 1948 im zentralfranzösischen Levroux geboren, studierte Rechtswissenschaften und erwarb einen Master in Finanzmanagement. 1973 trat er in die Gesellschaft Jesu ein und studierte Philosophie und Theologie im Centre Sevres sowie in der Weston Jesuit School of Theology in Cambridge, Massachusetts. Dumortier forschte über die deutsche Philosophin Hannah Arendt. 2003 wurde er zum Oberen der französischen Jesuitenprovinz gewählt. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn Ende April zum neuen Rektor der Päpstlichen Universität Gregoriana.

Der vatikanische Flüchtlings-Experte Agostino Marchetto hat sein Amt vorzeitig aufgegeben. Hintergrund ist offenbar eine Enttäuschung Marchettos über mangelnden Rückhalt in der Kurie. Der Erzbischof, seit 2001 Sekretär und damit zweitwichtigster Mann im päpstlichen Migrantenrat, bestätigte am Mittwoch gegenüber „Kathpress“ einen Bericht der italienischen Tageszeitung „Il Giornale“ über seinen Rücktritt. Papst Benedikt XVI. habe den Amtsverzicht zu seinem 70. Geburtstag am vergangenen Samstag angenommen. Marchetto hatte wiederholt den Umgang Italiens mit Bootsflüchtlingen und das Vorgehen der Regierung Berlusconi gegen Sinti und Roma als Menschenrechtsverletzungen kritisiert. Vatikansprecher Lombardi stellte daraufhin klar, Aussagen eines einzelnen Kurienmitarbeiters repräsentierten nicht die offizielle Haltung des Vatikans. Zuletzt hatte Marchetto die Ausweisung von Roma in Frankreich kritisiert. Der aus dem norditalienischen Vicenza stammende Marchetto trat 1968 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Seit 2001 ist im Päpstlichen Rat für die Seelsorge an Migranten tätig.

Günter Assenmacher (Foto: KNA), Kölner Domkapitular und Offizial, leitet ab 1. Oktober auch das Kirchengericht des Bistums Limburg. Das teilte das Erzbistum Köln am Freitag mit. Der 58-jährige Kirchenrechtler folgt als Offizial in Limburg Johannes zu Eltz nach, der Stadtdekan in Frankfurt wurde. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte die Kölner Kirchenbehörde die Aufgaben des Essener Offizialates übernommen, das seither als Außenstelle dient. Ein Offizialat ist zuständig für kirchliche Streit-, Straf- und Feststellungsverfahren. Die Haupttätigkeit ist die Rechtsprechung in Ehesachen.

Das Bistum Erfurt hat ab Mittwoch einen neuen Generalvikar. Der bisherige Meininger Dechant Raimund Beck (48) folgt Georg Jelich (65) als Verwaltungschef der Diözese nach, wie das Bistum ankündigte. Bischof Joachim Wanke entpflichtet Jelich auf dessen Wunsch nach 21-jähriger Dienstzeit. Beck wurde 1962 in Dingelstädt geboren und wuchs in Helmsdorf auf. 1993 empfing er in Erfurt die Priesterweihe. Als Kaplan arbeitete er in Dingelstädt und ab 1997 in Gotha. Im Jahr 2000 wurde er Pfarrer in Eisenach und 2001 zusätzlich in Ruhla. Seit 2005 war er Dechant.

Der österreichische Militärbischof Christian Werner hat Monsignore Werner Freistetter zum neuen Kanzler des österreichischen Militärordinariats bestellt. Freistetter folgt auf Militärerzdekan Johann Ellenhuber, der aus dem aktiven Dienst in der Militärseelsorge ausscheidet. Freistetter ist seit 1997 Leiter des „Instituts für Religion und Frieden“ und seit 2006 Bischofsvikar für Wissenschaft und Forschung, theologische Grundsatzfragen und internationale Beziehungen.

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