Personalien

Kardinal Giovanni Lajolo, Präsident der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt und Präsident des vatikanischen Governatorats vollendet am 3. Januar sein 75. Lebensjahr. Als Regierungschef des Vatikanstaats ist Lajolo für die Verwaltung des Vatikanstaats zuständig: Die Mitarbeiter des Governatorats kümmern sich um die Vatikanpost, den Fuhrpark, Gesundheits- und Sicherheitsdienste, Bauamt, Telefon- und Münzamt, Vatikanmuseen und die Sternwarte. Dazu gehört auch das staatliche Monopol zum Warenan- und -verkauf. Die Leitung des Vatikanstaats ist die bislang letzte Station eines abwechselungsreichen Dienstweges, auf dem Lajolo auch gute Kontakte zu Deutschland unterhielt. 1935 im piemontesischen Novara geboren und 1960 in Rom zum Priester geweiht, studierte er in München bei dem renommierten Kirchenrechtler Klaus Mörsdorf. Lajolo promovierte über die modernen Konkordate und war während seiner Münchner Zeit in der Pfarre St. Vinzenz seelsorglich ätig. Nach seiner Diplomaten-Ausbildung kam er 1970 als Attache an die Nuntiatur in Bonn, die damals unter der Leitung von Corrado Bafile (1903–2005) stand. Anschließend war Lajolo 15 Jahre lang – von 1974 bis 1989 – im Staatssekretariat für Mittel- und Nordeuropa zuständig. Zwischen 1995 und 2003 war Lajolo Apostolischer Nuntius in Bonn und in Berlin. Anschließend berief Johannes Paul II. ihn zurück nach Rom. Im Staatssekretariat wurde er vatikanischer „Außenminister“ – und damit zuständig für die gesamte Diplomatie des Heiligen Stuhls. Schon drei Jahre später, 2006, versetzte Benedikt XVI. den Chefdiplomaten auf eine Kardinals-Position. Im Konsistorium von 2007 wurde er Kardinal. Mit dem 75. Geburtstag ist er nun gehalten, dem Papst seinen Rücktritt anzubieten. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass Benedikt XVI. ihn noch eine Zeitlang im Amt belassen wird. Vorgänger Edmund Casimir Kardinal Szoka ging erst mit 79 in Pension.

Gert Völkl, Augsburger Kirchenmusiker, hat am Dienstag sein 70. Lebensjahr vollendet. Seit der Gründung des Amts für Kirchenmusik in der Diözese Augsburg stand er ab 1970 insgesamt 33 Jahre an der Spitze der Einrichtung. Als Professor lehrte Völkl an der Musikhochschule München die Fächer „Orgelbaukunde“ und „Geschichte der Orgelmusik“.

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