Personalien

Paul Hildebrand (58), bislang Dekan in Esslingen, und Uwe Scharfenecker (45), Priester und Kirchenhistoriker in Neckarsulm, treten ihre neuen Domkapitulars-Ämter in der Leitung des Bistums Rottenburg-Stuttgart an. Sie werden bei einem Festgottesdienst am Dienstag im Rottenburger Sankt-Martins-Dom von Bischof Gebhard Fürst in ihre neuen Aufgaben eingeführt. Hildebrand übernimmt die Leitung der Abteilung „Pastorales Personal“, Scharfenecker steht künftig der „Hauptabteilung für die Ausbildung Pastoraler Berufe“ vor. Zu Hildebrands neuen Verantwortungsbereich zählen die Personalführung und -entwicklung der hauptamtlichen Kirchenangestellten in der Seelsorge. Hildebrand war nach Stationen in Biberach und Rottweil zuletzt Gemeindepfarrer und Dekan in Esslingen. Zuvor engagierte er sich auch als Jugendseelsorger. Scharfenecker ist in seinem neuen Amt unter anderem für die Ausbildung von Priestern und Gemeindereferenten verantwortlich. Zugleich gehört zu seinem Arbeitsbereich das Priesterseminar der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie die Vertretung gegenüber den katholischen theologischen Fakultäten. Sein Studium der Theologie schloss Scharfenecker mit einer kirchenhistorischen Promotion ab. Nach seiner Priesterweihe war er in verschiedenen Seelsorgepositionen tätig, zuletzt als Dekan in Neckarsulm. Zudem gehört er zum Vorstand des Geschichtsvereins der Diözese.

Martin Straub (38) ist vom Augsburger Bischof Walter Mixa in sein neues Amt als Regens des Priesterseminars der Diözese Augsburg eingeführt worden, das er seit dem 1. April innehat. Das gab die Bischöfliche Pressestelle am Dienstag bekannt. Straub folgt auf Christian Hartl (44), der fünf Jahre das Seminar geleitet hatte. Die Ablösung erfolgte unter anderem, „weil es in Einzelfällen zu unterschiedlichen Bewertungen von Kandidaten gekommen ist, die um Aufnahme in das Priesterseminar angesucht haben“, so die Begründung des Bistums.

Johann Hintermaier (46), der bisherige Spiritual des „Canisiusheims“ in Horn (Österreich) wird mit 1. September neuer Leiter des Linzer Priesterseminars. Er löst den derzeitigen Regens Maximilian Mittendorfer ab. Mittendorfer tritt in den Ruhestand, wird aber nach wie vor in der Pfarrseelsorge und als Domkapitular tätig sein. Der neue Regens arbeitete als Tischler, bevor er sich für den Priesterberuf entschied. Nach dem Besuch des Aufbaugymnasiums in Horn und dem Theologiestudium wurde Hintermaier 1993 zum Priester geweiht. Anschließend vertiefte er seine Studien bis 1999 am Päpstlichen Bibelinstitut („Biblicum“) und der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Danach war Hintermaier bis 2003 Kaplan in der Linzer Dompfarre, bevor er als Spiritual ans Linzer Priesterseminar ging und einen Lehrauftrag im US-Bundestaat Texas erfüllte. Seit dem Jahr 2006 ist Hintermaier Spiritual im „Propaedeuticum“, dem einjährigen gesamtösterreichischen Vorbereitungskurs für Priesteramtskandidaten in Horn, und Lehrbeauftragter für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz.

Karin Maria Fenbert (43) übernimmt die Geschäftsleitung im deutschen Zweig des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“. Das hat der Vorstand des Werkes am 20. April rückwirkend zum 1. Januar 2009 beschlossen. Die Juristin war zuletzt stellvertretende Geschäftsführerin von „Kirche in Not“. Zuvor hatte sie unter anderem für zwei katholische Radiosender gearbeitet. Fenbert folgt Klaus Wundlechner (40) nach, der die Geschäftsstelle von „Kirche in Not“ in Deutschland seit September 2000 geleitet hat. Wundlechner wird weiter für „Kirche in Not“ als Beauftragter des Vorstands für Spenderkontakte tätig sein.

Heinz-Wilhelm Brockmann (CDU), Staatssekretär im hessischen Kultusministerium, ist nach einem Zeitungsbericht der bislang einzige Kandidat für das Amt des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Das berichten die Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse in Osnabrück in ihrer kommenden Ausgabe. Brockmann (61) ist derzeit ZdK-Vizepräsident; Staatssekretär in Hessen ist er seit Februar. Im Mai wählt die Vollversammlung der höchsten Laienvertretung der katholischen Kirche in Deutschland einen Nachfolger für Präsident Hans Joachim Meyer (72), der das Amt zwölf Jahre innehatte. Nach Angaben der Verlagsgruppe haben der frühere CSU-Fraktionschef und Präsident des bayrischen Landtags, Alois Glück, und auch der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Hermann Kues (CDU), auf eine Bewerbung verzichtet.

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